Sonntag, 29. März 2026
Ach, guck mal schau
Mittwoch, 31. Dezember 2025
Herzenssachen
Montag, 5. Mai 2025
Aufgestaut und abgeleitet
Mittwoch, 15. Januar 2025
Vernebelte Wahrnehmung
Schon gute 2 Wochen alt, das neue Jahr 2025. Und es scheint noch erbärmlicher zu werden als das Vergangene. Das mag täuschen, aber mein Empfinden ist halt so. Gleichzeitig versuche ich mal mit meinem Tablet einen Blogbeitrag zu schreiben.
In den letzten Wochen schwirrt meine Depression, die Liselotte, nebulös um mich herum. Dringt manchmal durch und flüstert lüstern "Du willst es doch auch ?!". Verführerisch im Ton versucht mich “Lieselotte“ auf die dunkle Seite des Nebels zu ziehen. Nicht so ganz erfolglos. Gibt es doch so gute Argumente...
Zum einen diese bodenlose Dummheit, die immer mehr Macht erlangt. Repräsentiert durch AfD, Weidel, Musk, Trump, Verschwörungsdödel und die ganzen Intelligenzverweigerer, deren Stammbaum offensichtlich ein Kreis ist. Dazu kommen noch Kriegstreiber wie Putin und Co. Das Erstarken der Rechtsradikalen und Nazis bringen dazu noch die Aussicht auf eine grauenhafte, asoziale Zukunft, in der ich nicht leben will. Wenn ich so drüber nachdenke, wie ich dafür verlacht wurde, dass ich einer Nazipartei, die die rechtsnationalen Spinner unter ihrem Deckel vereint, auf 20 -25% schätze. Das war vor etwa 30 Jahren, nach den Anschlägen in Rostock, Mölln und Solingen und war mitgeprägt von dem, was Menschen im Umkreis so von sich gaben.
Dadurch ergibt sich zum anderen, nämlich die Zukunftsängste. Die werden nicht nur von dem vorgenannten Mist genährt. Sondern auch durch meinen Lebenslauf und die Kosten und Kraft der Seele und so. Also, die Aussichten, wie es wahrscheinlich kommen wird. Und das alles bedrückt halt zu Zeit sehr stark. Und bietet dadurch Einfallstoren für “Lieselotte“.
Und damit noch einen großen Dank an die Pharmaindustrie, mit deren Hilfe ich das Ganze etwas besser angehen kann.
Montag, 30. Dezember 2024
Blick zurück nach vorn
Dabei hat doch alles so gut angefangen. Oder nicht? Bis auf diese "Dinge", die passieren, in der Ukraine und Israel, Palästina und Syrien. Und überhaupt. Nein, so dolle war das alles nicht. Alles kein Musk have, irgendwie. Wie auch die Wahl Trumps zum neuen Präsidenten der USA. Wo der Wahnsinn seine teigigen Gesichter zeigt.
Dazu passt das lange Scheitern der Ampel - Koalition, das aber endlich zum Punkt gekommen ist. Die FDP wird hoffentlich dahin kommen wo sie hin gehört: Im Orkus des Vergessens. Dafür ist wesentlich schlimmeres in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit gerückt. Zwei Putinzäpfchen allererster Güte. Das BSW mit einer Sarah Wagenknecht als Gallionsfigur, bei der eigentlich nur noch die Fußsohlen des Kommunismus aus dem Allerwertesten des russischen Zaren ragt. Nicht minder tief auch BDM-Göttin der AfD und ihre KameradInnen. Gleichzeitig möchte man auch gerne das letzte Rest an Wirtschaftskraft aus diesem schönen, aber anscheinend zu 25% sehr dummen Landes pressen. Und wenn ich mir die Figuren der Merz - CDU so anschaue... Ganz öffentlich gibt einer, der Minister werden möchte, sein intellektuelles scheitern an einem Flaschenverschluss zu. Vom Ess - Influenzer und hochprämierten Selbstdarsteller aus Bayern ganz zu schweigen. Dafür hätte der eigentlich den Goldenen Narziss verdient. Aber brauchbare Politikvorschläge kann ich da nicht erkennen.
Was dem Macher aus Hamburg eventuell noch in die Karten spielen kann. Hoffentlich kann er Kartenspiel, regieren kann er nicht. Und der Habeck? Naja, wenn er lernt, wie man den Menschen in diesem Land seine Politik erklären kann ohne dass der Eindruck von Bevormundung entsteht, das Ganze die Wirtschaft voran bringt. Ganz besonders die Autoindustrie. Die kann anscheinend alles, nur eines nicht: Zukunft.
Beunruhigt schaue ich nach 2025. Sowohl Deutschland als auch die USA gehen in seltsame Richtungen. Merz bietet Antworten aus dem vergangenen Jahrhundert für die Fragen der Zukunft. Und die USA bieten mit "Trusk" als Präsidentenpärchen auch nicht grade Zutrauen in die Zukunft. Es wird übel.
Naja, mit solch düsteren Gedanken gehe ich schon das ganze Jahr schwanger. Was insgesamt auch meine psychische Kondition nicht unbedingt stabil hält. Gleichwohl, aufgeben ist auch keine brauchbare Option.
Nun denn: Auf in 2025. Muss ja.
Dienstag, 15. Oktober 2024
Der Zug ist abgefahren
Mittwoch, 18. Oktober 2023
Der Wunsch nach Stille
Es ist ja einige Zeit her dass ich die Tagesklinik recht optimistisch verlassen habe. So einiges mit genommen als Stärkung zur Resilienz gegen meine Depression und der damit einhergehenden Angst vor großen Menschenmengen. Gegen das letztere auch nach Möglichkeit mit Vermeidung angehen. Was im Rahmen auch gelang. Bei Feiern Möglichkeiten zum Ausweichen nutzen, um Luft zu haben. Was allerdings im ÖPNV immer schwieriger wurde.
Gleichzeitig passieren Dinge in der Welt die mir unglaublich nahe gehen. Grade wenn Kinder betroffen sind. Dann passieren auch Dinge im persönlichen Umfeld, die weitere Treffer in meiner Seele landen. Und zuletzt stirbt unvermittelt ein Freund und Arbeitskollege. Der mit mir ähnliche Erlebnisse in der Kindheit teilt, im selben Kinderheim war und, natürlich, an Depression litt. Man konnte sich gut besprechen. Man wusste.
Und so ist meine Resilienz im Prinzip immer schwächer geworden. Entglitten, pulverisiert, was auch immer. Es kostet immer mehr Kraft, sich hochzuziehen um das Tageswerk anzugehen. Dadurch kommen aber immer wieder Bilder aus meiner "Kindheit" hoch.
Zum Beispiel: Wie ich mit 12 drei Tage in den Keller gesperrt wurde, mit Hammer und mein krankes Meerschweinchen, Karlchen hieß es, um es zu töten. Am Ende war ich gefühlskalt weil ich wohl zum Selbstschutz alles abgeschaltet hatte was mir schaden kann.
Zum Beispiel: Wie mir der Kopf im Türrahmen eingeklemmt wurde, festgedrückt von meiner "Mutter", damit ihr widerlicher Stecher den nackten Hintern mit einem lederbezogenen Handfeger bearbeiten konnte, bis dieser zerbrach. Der Handfeger, leider nicht der widerliche Stecher. (Übrigens keine Einzelaktion - aber nach Aussage des widerlichen Stechers tat es ihm mehr weh wie mir)
Zum Beispiel: Wie ich eine Woche zur Strafe in mein Zimmer gesperrt wurde. Nackt, ohne Bettwäsche, die Rolladenschnur durchschnitten, damit ich das Rollo nicht hochmachen konnte. Fenstergriff abgeschraubt. Tür verschlossen. 1 mal am Tag Toilettengang, Zweimal was zu Essen. Zur Strafe, weil ich so seltsam war.
Zum Beispiel: Psychische Grausamkeiten. Als Abendessen gab es für mich trocken Brot, wo der Schimmel abgeschnitten war, und Griebenschmalz - die Herrschaften haben sich einen Haufen Schnitzel gemacht und genüsslich vor meinen Augen verspeist. Er war einen abgenagten Knochen im meine Richtung mit den Worten: "Nicht für dich, ist für den Hund".
Das ich natürlich aus diesen keinesfalls Einzelfälle, sondern "Dauerbeschuss", flüchtete versteht sich von selbst. Quasi Vermeidung. Endlich kam ich in eine Kinderheim - natürlich freiwillige Erziehungshilfe. Weil der Junge ja so schwierig ist. Mir egal, Hauptsache da raus. Allerdings ohne irgendeine Ahnung von irgendwas. Meine Flucht waren Bücher. Echtes Leben fand bei mir nicht mehr statt. Mir fehlte, nein, fehlt: Urvertrauen, Gefühl. Ja, selbst bei Liebe wird es schwer - ich habe ja nie wirklich welche erfahren. Um so schwerer war es, als ich meine Frau kennenlernte. Mich darauf einzulassen.
Nun, irgendwie bin ich durchgekommen. Bis alles, was ich unterdrückt und verdrängt habe, wieder hoch kam. Ich denke, mein Problem ist, dass ich aus Bedrängnis, egal was es jetzt ist, nicht mehr einfach abhauen kann. Und dann Entscheidung treffen muss. Oft zwischen Pest und Cholera, wie sich herausstellt. Und dass ich Gefühle bekomme, mich immer falsch zu entscheiden. Dass ich zu oft darauf hoffe, dass es besser ist, endlich tot zu sein. Damit ich endlich allumfassende Ruhe finde. Und das macht mir wiederum Angst. Und damit kämpfe ich halt. Bis zur mentalen Erschöpfung.
Nun ja, diesen Abriss hier schreibe ich auch in der Hoffnung, dass ich ihn irgendwie von der Seele bekommen. Liest wahrscheinlich eh keiner, aber ich habe es wenigstens mal erwähnt.
Montag, 17. April 2023
Eine Depression und das Gegenstemmen
So, es ist eine ganze Weile vergangen seit ich mich mit meinem Blog beschäftigt habe. Rückschau Ausblick. Im Prinzip stand damals schon fest, dass ich massiv etwas gegen meine Depression unternehmen musste. Ausschlaggebend war dann meine psychische Verfassung Mitte Januar und eine Gespräch mit meinem Psychiater.
Mittlerweile leide ich nicht mehr unter den Depressionen, sondern die Depressionen leiden unter mir - Torsten Sträter
Gut, meine sehe ich eher als eine, die einen Namen hat: Lieselotte. Der Name meiner "Mutter". Aber es ist auch so, dass ich auf dem Weg eben dahin bin. Der Depression in die Schranken zu weisen.
Immerhin hat, trotz, Personalmangel sei Dank, ausgefallener Therapieangebote, die Zeit in der Tagesklinik sehr viel gebracht. Ob sich das alles hält kann ich nur hoffen. Ich denke, dass begleitende Therapien nicht zeitig zur Verfügung stehen. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich dennoch gut in die Zeit gehen werde, die mir noch bleibt.
Montag, 2. Januar 2023
Rückblick – Ausblick
Unglaublich scheint es, wie beschissen so ein Jahr werden kann.
Klar, die Pandemie, die
sich im Laufe des Jahres anscheinend in eine Endemie wandeln sollte, hat was
mit meiner Depression gemacht. Und so bin ich auch in das Jahr 2022 gestartet.
Immer stärker wurde dabei die Angst unter Menschen zu sein. Was mich in
Anbetracht des Zustandes des ÖPNV, vor allem der Bahn, an Randbereiche meiner
Gefühlswelt brachte, die ich nie wieder erleben wollte. Gesellschaftliche Erlebnisse
reduzierte ich auf ein Mindestmaß. Suchte bei den Dingen, bei denen ich
anwesend sein „musste“ nach Möglichkeit nach Rückzugsorten.
Dann kam der 24. Februar.
Russland überfällt die Ukraine mit einem Angriffskrieg. Und einiges, was ich
psychisch zu stabilisieren suchte, wurde hinweggefegt. Immerhin wurde ich
dadurch tatsächlich zynischer. Reiner Schutzreflex. Um die immer öfter
aufkommenden schwarzen Gedanken in den Griff zu bekommen.
Die dann einsetzende
Energiekrise tat noch das eigene hinzu. Das kommt davon, wenn man keine zukunftsorientierte
Energiepolitik betreibt. Vom Klimaschutz ganz zu schweigen. Dann klebt man sich
halt mal auf die Straße und/oder verunreinigt Kunstwerke. Was auch leicht
Richtung Schwachsinn geht, aber nun gut.
Ich befand mich das ganze
Jahr im depressiven Krisenmodus.
Ging oft genug abends ins
Bett mit dem Wunsch, am Morgen nicht mehr aufwachen zu müssen. Und am Folgetag
erstmal gegen die Enttäuschung, doch wieder aufzuwachen, anzukämpfen. Und die
Alternative, dass doch selbst zu besorgen, schnellstmöglich zu verwerfen.
Hilfreich ist dabei in
erster Linie, dass ich Familie habe. Und tatsächlich der zu meinem 60.
Geburtstag erstellte Lebenslauf. Da konnte ich mir immerhin sagen: Schmeiß das
Erreichte nicht einfach so weg.
In Folge der ganzen
augenblicklichen Entwicklungen wird es für 2023 sicherlich nicht einfacher.
Durch die explodierenden Preise kommen auch noch Existenzängste hinzu. Nun gut.
Wie schon in meinem Lebenslauf
schon eingeführt hier auch ein Überblick über prominente Menschen, die mir in
irgendeiner Weise etwas bedeutet haben und in 2022 gestorben sind. In kalendarischer
Reihenfolge:
Peter Bogdanovich; Bob
Saget; Herbert Achternbusch; Hardy Krüger; Meat Loaf; Don Wilson; Ernst
Stankovski; Götz Werner; Ivan Reitman; Sandy Nelson; Peter Merseburger; Gary
Brooker; William Hurt; Siegfried Steiger; Taylor Hawkins; Uwe Bohm; Michael
Degen; Frank Baier; Wolfgang Fahrian; Klaus Schulze; Rainer Basedow; Alan White;
Ray Liotta; Andrew Fletcher; Jean-Louis Trintignant; James Caan; Monty Norman; Uwe
Seeler; David Warner; Nichelle Nichols; Olivia Newton-John; Felix Huby; Hans-Christian
Ströbele; Ruth Lapide; Michail Gorbatschow; Elisabeth II.; Jean-Luc
Godard; Fritz Pleitgen; Louise Fletcher; Coolio; Günter Lamprecht; Ralf
Wolter; Robbie Coltrane; Jerry Lee Lewis; Hans Magnus Enzensberger; Christine
McVie; Christiane Hörbiger; Manuel Göttsching; Kirstie Alley; Jet
Black; Hans Peter Hallwachs; Maxi Jazz; Pelé.
Mittwoch, 21. September 2022
Am Allerwertesten vorbei direkt in die Seele
Nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag in meinem Blog. Sowohl hier als auch völlig analog. Ja. Ich habe so ein Buch mit leeren Seiten aus Papier. Da schreib ich was rein. Boah!
In den letzten Monaten, nach meinem
60. Geburtstag, habe ich immer mehr an Vertrautem, an Sicherheiten verloren.
Und das ist nicht allein die Beerdigung der Queen. Die kann als Symbol für das
Vertraute, die Verlässlichkeit und Gewissheit herhalten. Ein Halt irgendwie in
schwierigen Zeiten, nicht nur für die Briten. Was bleibt sonst noch so? Keith
Richards?
Wie schon bemerkt hat mich die
Covid-Pandemie weit in die Depression zurück gerissen. Ich war schon auf einem
durchaus guten Weg es irgendwie in den Griff zu bekommen. Trotz einiger Rückschläge.
Immerhin habe ich eine Gesprächstherapie gefunden – auch wenn ich eher eine
Verhaltenstherapie gebraucht hätte. Aber besser wie gar nichts.
Verhindert hat das nicht, dass
meine Ängste vor Menschenmengen schlimmer geworden sind. Gedanken, die nicht
gesund sind, werden stärker. Irgendwie klappt es, dass ich nicht aufgebe.
Und dann passiert das mit der
Ukraine.
Sicher, so bis 2014 ging mir die
Ukraine am Allerwertesten vorbei. Was habe ich geschmunzelt, wenn die hitzigen
Diskussionen im Parlament gezeigt wurden und die Fäuste und das Mobiliar die
Argumente unterstrichen… Ja, und dann habe ich den Kopf geschüttelt und mir
gedacht: So sind sie halt, die im Ostblock.
Doch dann wurde mit Blutzoll der
Putinhörige Präsident Janukowytch davon getrieben. Es sollte besser werden. Der
weitere Preis: Putin sicherte sich erstmal die Krim. Korruption lähmte das Land
– bis eben dieser Schauspieler zum Präsidenten gewählt wurde. Selinskyi.
Und seitdem geht es so richtig
rund. Und ich bin in ein tiefes Loch gefallen. Und die aktuellen Meldungen aus
Russland lassen mich noch weiter sinken.
Und plötzlich habe ich die
Vermutung, dass ich mir über hohe Heizkosten keine Gedanken mehr machen muss.
Bald wird es kurzfristig mehrere Millionen Grad heiß. Und hoffentlich bleibt
vom Menschen keine Spur mehr. Menschheit – das Krebsgeschwür am Allerwertesten
der Erde. Jedenfalls so ein ungutes Gefühl habe ich. Lasst alle Hoffnung
fahren. Willkommen in der Hölle.




