Mittwoch, 7. April 2010

Der Kirche den Rücken kehren

Das viele Gläubige nun ihrer Kirchen den Rücken kehren ist nicht verwunderlich – aber die Missbrauchsfälle, die ja zum Teil Jahrzehnte zurück liegen, sind m.E. nur der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.

Über das Sexualverhalten katholischer Priester und Ordensleute hat man sich seit Alters her keine Illusionen gemacht. Der sarkastische Spott ist Legion. Von wegen Haushälterin *augenzwinker*. Gleichwohl sind die Missbrauchsfälle der I-Punkt. Eine Steigerung der Abartigkeit der Sexualmoral der katholischen Kirche. Denn nur diese Fördert direkt und indirekt dieses Fehlverhalten im Verborgenen.

Schlimmer jedoch ist das Verhalten und der Umgang der Kirche mit dem Missbrauch. Die fast schon hektische Betriebsamkeit in der Aufarbeitung heute täuscht nicht darüber hinweg dass es kein Vertrauen mehr in die Kirchenpolitik gibt.

Dazu kommt die Rückständigkeit in moralischen und ethischen Dingen. Sicher muss man nicht auf jeden fahrenden Zug aufspringen und jede Mode mitmachen. Eine feste moralische, ethische Instanz ist in dem hektischen Wandel, in dem sich die Welt befindet, für viele Menschen ein notwendiger Halt. Aber die Antworten, die die katholische Kirche auf Fragen zur Sexualhygiene (AIDS und Co), Empfängnisverhütung oder auch Ehe usw. bietet, sind nicht für die moderne Gesellschaft geeignet. Und das schwingt sicher bei der Entscheidung, aus der Kirche auszutreten, unterschwellig mit.

Die katholische Kirche hat ihre Kompetenz als moralische Instanz weitgehend verspielt. Und der Gläubige merkt das.

Missbrauch: Deutsche kehren der Kirche den Rücken - Politik - DerWesten

Samstag, 3. April 2010

Der Machtmenschler wird 80

Junge, wie die Zeit vergeht. Helmut Kohl feiert seinen 80sten Geburtstag – nach den Meldungen über seinen Gesundheitszustand fast schon ein Wunder.

Der Aufstieg von Helmut Kohl ist auch die gemeinsame Geschichte meines Aufstiegs. 1983 habe ich meine heutige Frau kennen gelernt. Und damit begann für mich ein Lebensabschnitt, der mich aus dem Sumpf, in dem ich steckte, in eine komfortable Lebenssituation führte.

Insofern gibt es eine innere Verbindung zu diesem Machtmenschen Kohl, von der dieser natürlich keine Ahnung hat. Und meine innere Verbindung zu ihm ist eher ambivalent.

Ja, ich bekenne: ich habe ihn und die CDU gewählt. Obwohl ich ursprünglich aus einem ganz anderen politischen Bereich komme. Bin inzwischen ja selbst in der CDU; nach seinem Abgang 1998; und zwischenzeitlich auch stellv. Vorsitzender des OV Moers gewesen.

Und da ich ihn gewählt habe durfte ich auch über ihn schimpfen über Dinge, die ich nicht so toll fand. Wobei, gleichsam mit seiner Regierungszeit bis 1989 stotterte auch mein Aufstieg. Es lief nicht alles rund und Kohl schien schon am Ende – da wähnte ich mich auch schon.

Dann aber ist dem Pfälzer Saumagen das Glück in den Schoß gesprungen. Die Ostdeutschen erzwangen die Auflösung der DDR und Kohl machte dies zu seiner eigenen “Gechichte”. Die Ausdauer und das Glück halfen dem Dicken – und auch mir.

Die Wiedervereinigung ist Kohls Meisterstück. Auch wenn es viel Kritik an Details gab und vieles eher zusammen gewuchert denn gewachsen ist: Kohls Geschick und Gespür für das Mögliche sowie sein internationales Netzwerk sorgten für die Zusammenführung der beiden deutschen Staaten.

Ab da kam auch das zum Tragen, was Kohl immer schon umtrieb: den Bau des gemeinsamen europäischen Hauses. Dass es den Euro gibt ist nicht zu Letzt das Verdienst von Helmut Kohls Bemühungen. Trotzdem:

Vieles saß Kohl aus – grade innenpolitische Probleme wie Rente, innere Sicherheit, Sozialhilfe sind keine Wahlkampfknüller. Das führte trotz der, zu spät, in Angriff genommenen Reformen zur Ablösung nach über 16 Jahren Kanzlerschaft 1998 durch Gerhard Schröder. Der im übrigen vieles von Kohl Reformen (800 Mark Jobs bis zur Rentenreform), die er kassierte, wieder in leicht anderer Form einführte.

1998, spätestens, trennten sich auch die Gemeinsamkeiten der “Gechichte” Kohls und mir. Kohl demontierte sein Verdienst durch die Spendenaffäre und seine Ansicht, ein gegebenes Wort zählt mehr als das Recht.

Nichts desto trotz: Im Ausland zumindest weiß man Helmut Kohl zu schätzen, was zu unzähligen Auszeichnungen u.a. geführt hat. Und, nicht zu unterschätzen, zu diesem Blogeintrag. ;)

Also: Alles Gute zum 80. Und bitte nicht zu einem Selbstdarsteller wie dein Vorgänger werden….

Helmut Kohl wird 80: Der Machtmenschler - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Mittwoch, 31. März 2010

Anfang und Ende

Je älter man wird desto lichter werden die Reihen.

Nun ist er zu Ende, der März. Dieser Monat ist dieses Jahr kein schöner Monat. Er fing mit Tod an und endet ebenso. Während Anfang März mehr oder weniger überraschend unser Kater Dexter starb war es jetzt am Ende wesentlich dramatischer. Meine Schwägerin starb nach längerem Kampf an Krebs.

So ein elendiges sterben auf Raten ist eigentlich unwürdig – so einem Tier kann man eine Erlösungspritze geben und das Leiden abkürzen. Bei einem Menschen ist das, jedenfalls hier zu Lande, nicht möglich. Teils aus nachvollziehbaren Gründen. Wobei meine Schwägerin ja eigentlich nicht gehen wollte – lieber sogar noch etwas mehr Zeit hätte haben wollen.

Morgen also wird sie beerdigt. Und wieder ein Mensch weniger auf Erden, zu dem man eine Beziehung hatte. Die Reihen lichten sich und man selbst kommt wieder zum nachdenken über die eigene Endlichkeit.

Das Leben kann ganz schnell vorbei sein. Daher habe ich mir schon angewöhnt, die Dinge, die ich tun möchte, auch zu tun. Das zu machen, was mir gut tut. Und mit meinen Mitmenschen in Frieden zu leben, nichts offen zu lassen. Vielleicht fällt dann das Loslassen leichter.

Der April fängt mit einer Beerdigung an. Hoffentlich endet er schöner.

Samstag, 13. März 2010

Wahlkampf NRW

Jetzt geht er langsam los, der Wahlkampf in NRW. Die einzige Wahl in Deutschland 2010 ist ja die Landtagswahl in NRW am 9. Mai. Also in gut zwei Monaten. Und es geht nicht nur um die Zukunft der Rüttgers-Regierung.

Was die Wahl in NRW so interessant macht ist die Tatsache, dass ein Ergebnis abseits von Schwarz/Gelb die knappe Mehrheit im Bundesrat stürzt und damit ein “Durchregieren” der Berliner Koalition nicht mehr funktioniert; sowie die Klärung der Frage, ob sich die SPD wieder erholt hat und es tatsächlich schafft, die CDU in NRW zu überholen.

Dabei ist es nicht Verdienst der SPD, so dicht an die CDU heran gekommen zu sein. Die CDU hat ihr Scherflein dazu beigetragen, mehr noch aber die FDP und ihr Chef Westerwelle. Neben dem leidigen Thema Sponsoring, bei dem die SPD allerdings aus dem Glashaus mit Steinen schmeißt, sind es ja die Äußerungen Westerwelles zu Harzt IV sowie die Steuergeschenke an das Gaststättengewerbe mit leichten Geschmäckle über die Verbindung seines Partners Mronz.

Die SPD tut sich schwer wirklich Kapital aus dieser Schwäche zu schlagen. Der Vorsitzende Gabriel redet mehr Amok ohne Sinn als es der Partei gut tut und die Rüttgers-Herausvorderin Kraft sind anscheinend schon die Sinne geschwunden. Denn anders scheint es kaum erklärbar, dass sie sich zum Thema Harzt IV so geäußert hat wie sie es tat. Und wild zurückrudern muss.

Die CDU konzentriert sich stark auf die Kraftilanti-Kampagne – und wird damit ein Eigentor schießen. Niemand möchte hören wie böse der politische Gegner angeblich ist. Eine hohe Meinung hat der Bürger von seinen Politikern ohnehin nicht.

Was man erwarten könnte: Die CDU trägt mal vor, was sie alles geschafft hat in diesen 5 Jahren, was nicht ganz so gut lief (gefühlte 100 Jahre SPD-Macht in NRW lassen sich nun mal nicht in 5 Jahren wegregieren) und was sie in den nächsten 5 Jahren schaffen möchte und die SPD erklärt halt, was daran Mist ist und wie sie es besser machen wird. Punkt.

Aber da müsste man ja über Inhalte sprechen. Und das geht im Wahlkampf ja nun mal gar nicht.

Wahlkampf: Gabriel rechnet in NRW nicht mit Schwarz-Grün - Politik - DerWesten

Mittwoch, 24. Februar 2010

Rücktritt von Bischöfin Käßmann

Eigentlich war es zu erwarten. Nach ihrer Alkfahrt durch Hannover war es wohl eine zwingende Konsequenz. Immerhin, da über 1,1 0/00, eine Straftat.

Wahrscheinlich war alles zu viel für Käßmann. Nicht nur, dass sie als Bischöfin Widerstände erfahren musste, waren sicherlich private Rückschläge wie die Scheidung oder ihre Brustkrebserkrankung auch nicht zum Besten. Insbesondere, da ihr die Scheidung in dem kirchlichen Amt vorgeworfen wurde.

Noch härter war der Gegenwind als sie vor 4 Monaten quasi die oberste evangelische Bischöfin wurde. Nicht nur, dass einige Probleme damit hatten, dass eine Frau diese Position inne hat, sondern ihr Lebenslauf wurde ihr auch zum Vorwurf gemacht.

Gleichwohl bemühte sie sich um Profil – und schoss etwas übers Ziel hinaus. Vermutlich war der Gegenwind und der Druck ein wenig zu viel – insofern ist ihre Entscheidung, ihre Ämter aufzugeben, wohl die richtige.

Rücktritt von Bischöfin Käßmann: Im Zweifel für die Geradlinigkeit - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama

Montag, 22. Februar 2010

Rüttgers-Club: Rent a MP oder…

… wer mit dem Finger auf einen zeigt sollte wissen, dass drei auf einen selbst zeigen.

So unüblich soll es ja nicht sein, dass Parteien sich sponsern lassen. Auch die Parteitage, die Unsummen kosten, müssen finanziert werden. Und ähnliche Ideen wie die CDU NRW haben die anderen Parteien schon längst. Einmalig ist wohl aber, dass man sich Redezeit mit einem Minister(präsidenten) kaufen kann..bzw. konnte. Das hat leicht ein Geschmack von Käuflichkeit. So etwas kann sich nur die FDP leisten, nicht aber eine CDU. Immerhin mit einem “C” im Namen.

Bauernopfer ist natürlich der Generalsekretär Hendrik Wüst – immerhin trägt er in dieser Funktion die Verantwortung und ist nicht das erste Mal aufgefallen. Aber dass ausgerechnet der Parteichef und MP Rüttgers nichts wusste?! Politikerdemenz oder ist der Mann so blauäugig?

Nichts desto Trotz – da in Düsseldorf sitzen alle im Glashaus. Und sollten mal kleine Brötchen backen. Ungesponsert.

Sponsoring-Affäre: Rüttgers immer stärker unter Beschuss (Focus)

Montag, 25. Januar 2010

Gekommen um zu gehen

48 bin ich nun. Im Umkehrschluss also 84, macht unter dem Strich also 36. Dafür sehe ich alt aus und beantrage jetzt einen Rollator.

Man könnte es ja unter dem Motto sehen, dass wir aus der Ewigkeit gerissen wurden um die Sterblichkeit auszukosten. Ob das Leben wirklich ein Geschenk ist stellt sich meist am Ende raus. Und durch unzählige Untergangspropheten wissen wir: Das Ende ist nah. Immer und überall.

Schon zu oft wähnte ich mich am Ende. Wär hätte vor 30 Jahren allein gedacht dass ich da stehen werde wo ich heute stehe? Ich am wenigsten. Als meine Kinder mir heute morgen zum Geburtstag gratulierte war ich entsprechend gerührt. Wie jedes Jahr, in dem sie mir gratulierten. Und meist etwas Selbst gemachtes schenkten. Früher, als sie noch klein waren.

Vor 30 Jahren wollte ich keine Kinder; Familie gar. Allein weil ich Angst hatte so wie meine “Eltern” meinen Lebensfrust an sie auszulassen. Meine eigene verkorkste Kindheit wollte ich nicht an eigene Kinder übertragen – wie es ja meist passiert. Heute sind Daniel und Alina das größte Geschenk dass ich je bekommen habe. Und gewaltfrei erzogen richtig tolle Menschen geworden. Dazu eine Frau, die mich liebt und auch mit mir durch alle Tiefen gegangen ist.

Was also will ich mehr zum Geburtstag? Im alten Rom wäre ich ein alter weiser Mann gewesen. So bin ich halt nur ein alternder Sack.

Montag, 11. Januar 2010

Kulturlandschaft Ruhr

Die Eröffungsfeier suggerierte sehr hautnah, was das Ruhrgebiet ausmachen soll: Stahlhart mit Herz. Trotz Unwetterwarnung und Minustemperaturen wurde die Feier durchgezogen. Ruhrgebiet ist Kulturhauptstadt.

Im Prinzip bestand Kultur im Ruhrgebiet aus der Pflege der Pilskultur; ein gutes Pils braucht sieben Minuten und zischt nach der Schicht erst so richtig. Was natürlich Unsinn ist. Aber das Ruhrgebiet ist in der Wahrnehmung eher Malocherrevier denn Kulturregion. Ruhr 2010 soll das ändern. Denn das Ruhrgebiet bietet schon vielfältiges. Vom hochkarätigen Kabarett über dem Arbeitertheater bis hin zur Oper bietet das Revier auch viel Subkultur.

Aber was ist dieses Ruhrgebiet? Sind es die 53 Städte, die sich als “Local Heroes” über das Jahr verteilt präsentieren? Ist es ein flüchtiger Gedanke? Ist es tatsächlich die Region zwischen Kamp-Lintfort und Dortmund, von Hagen bis Recklinghausen?

Der Kreis Wesel hatte schon Probleme sich zum RVR (Regionalverband Ruhr) zu bekennen. Duisburg sieht sich inzwischen weniger als Stadt Montan denn als City of Trade. Würde eher in einer Rheinschiene mit den Häfen von Krefeld, Düsseldorf und Köln kooperieren. Die umliegenden Kreise wie eben Kreis Wesel und Recklinghausen sähen sich auch im Bereich Niederrhein bzw. Münsterland zu Hause. Und Gelsenkirchen und Dortmund geht ja nunmal gar nicht - zumindest im Fußball.

Nun hat das Land NRW eben die Regionalplanung für das Ruhrgebiet von den zuständigen Bezirksregierungen auf den RVR übertragen. Damit ist schon klarer umrissen, was man unter Ruhrgebiet versteht - oder verstehen will. Nächster Schritt wäre dann also die Neueinteilung in entsprechende Verwaltungsbezirke mit einer Art Bezirksregierung Ruhrgebiet und zwei weiteren in Westfalen und Rheinland. Und dabei liegt das Ruhrgebiet in beiden Regionen. Nun, der Gedanke liegt eher auf Eis - aber die Idee, eine Ruhrstadt zu gründen, geistert auch noch herum.

Das Ruhrgebiet ist durch Stahlkocherei und Steinkohleabbau erst das gworden was es heite ist: ein riesiger Moloch. Aus den kleinen Bauerndörfern und den Handelsstädten an Rhein und Ruhr wurde ein von Schwerindustrie geprägtes Gebiet, dass in seiner Infrastruktur entsprechend angepasst war. Die Probleme kamen dann auch mit dem Strukturwandel durch das Ende der Kohleförderung und dem Niedergang der Stahlindustrie.

Bei dem allem gab es nie eine übergeordnete Identifizierung der dort lebenden Menschen mit dem “Pott”. Erst seit den 1980er Jahren mit Identität stiftenden Filmen von Winkelmann wie “Die Abfahrer” oder die “Theo”-Filme mit Westernhagen (der mit dem Ruhrgebiet als Düsseldorfer eigentlich gar nix zu tun hat) oder auch die “Schimanski”-Tatorte mit Götz George zeigten den Menschen dass es ein Ruhrgebiet gibt. Ließen sie sich als “Ruhrie” fühlen. Dazu kam immer mehr Kabarett, dass die Lebensweise des Ruhrgebietsmenschen in den Mittelpunkt stellten (Affentheater, Misfits usw).

Dennoch: Das Ruhrgebiet blieb, und wird wohl absehbar bleiben, eine Ansammlung eignständiger- und sinniger Städte und Dörfer, die nur schwer zu Einander finden. Da wird auch die Kulturhauptstadt nicht drüber weg täuschen. Dennoch macht Ruhr 2010 Appetit auf das Ruhrgebiet. Und vielleicht findet die Region ja doch noch zu einer eigenen Identität.

Link: Ruhr 2010

Sonntag, 3. Januar 2010

So war’s wirklich

Der “Rheinische Merkur”, eine eher aus dem Katholizismus kommende wöchentliche Publikation, hat einen interessanten Rückblick auf ein bedeutendes Jahrzehnt veröffentlicht.

Nicht, dass vorangegangene Jahrzehnte nicht bedeutend gewesen wären – aber in der Tat gab es gewaltige Umwälzungen. Das Ende des Kommunismus und der Siegeszug des Kapitalismus ab 1989 bedeutete mehr Elend auf der Welt als zuvor. Am Ende des letzten Jahrzehnts zeigte sich dann, wie der Kapitalismus sich selbst verzehrt. Und die Zeugen Mammons zeigten sich irritiert.

Völlig verstörend war der Kriegszug radikaler Islamisten. Die Zerstörung des Wahrzeichens des Kapitalismus läutete ein Jahrzehnt unter dem Zeichen des Terrors ein. Begleitet von einer anderen Terrorart: Der Digitalisierung des Menschen. Unter dem Vorwand der Terrorabwehr wird der Mensch immer durchsichtiger.

Dabei ist man in der Lage, diesen so zu formen, wie man ihn will. Den die Gen-Technik ist dazu in der Lage – und was man machen kann wird man auch machen. Wenn es nicht schon passiert ist.

Und natürlich wird immer deutlicher, dass die Natur zurück schlägt. Der Klimawandel ist ein Thema geworden – mit vielen Fehlinformationen, die der Unwissenheit über Zusammenhänge geschuldet bleiben. Vielleicht merkt der Mensch, dass er nicht allmächtig ist.

Ein neues Jahrzehnt also beginnt. Und damit die Hoffnung, dass sich vieles positiv entwickelt. Eine Dekade ist für den Menschen eine lange Zeit. Ob er sie nutzt?

::merkur.de (Rheinischer Merkur): 2009_52.So war’s wirklic::