Sonntag, 2. Juni 2013

Das Rezept für gefüllte Paprika

Auf vielfachen Wunsch hier also das Rezept für die gefüllten Paprika vom letzten Wochenende:

Paprika400 ml Gemüsebrühe

30 g Butter

200 g Bulgur

1 große Zwiebel

4 Knoblauchzehen

2 rote Pepperoni

4 Lauchzwiebeln

60 g Kirschtomaten,

150 g Feta-Käse

5 EL Olivenöl

1 EL Weißweinessig

Salz

Pfeffer

Cayennepfeffer

10 Gemüsepaprika

rot, gelb, grün, orange

Tomatenmark

1 Dose gest. Tomaten

Tomatenmark (mit Wasser

verrührt)

150 g Sahnejoghurt

2–3 EL Zitronensaft

frische Minze, ersatzweise

glatte Petersilie,

4oog Rindergehacktes

Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Pepperoni längs halbieren, entkernen und grob hacken. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Scheiben schneiden.Kirschtomaten fein würfeln. Feta zerkrümeln.

Gemüsebrühe in einem Topf aufkochen, Bulgur und Butter dazugeben, vom Herd nehmen und zugedeckt 10 Minuten quellen lassen. Den Bulgur anschließend mit einer Gabel auflockern.

In einer Pfanne die Hälfte der Zwiebel mit dem Knoblauch glasig dünsten und mit dem Gehacktem scharf anbraten. Mit Tomatenmark verfeinern und dann die gehackten Tomaten dazu geben. Kurz auf kleiner Flamme weiterbraten und dann beiseite stellen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. Mit Essig ablöschen. Frühlingszwiebeln und Pepperoni dazugeben und kurz mitdünsten. Bulgur und Tomaten dazugeben und mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer würzen. Das Gekackt untermischen und kurz aufkochen.

Paprika Deckel abschneiden, in eine oder besser zwei (bei 10 nötig...) Auflaufschalen plazieren und die Schoten mit der Masse füllen. Das mit Wasser und ein wenig Olivenöl verrührte Tomatenmark auf die Masse in den Paprika träufeln und den Feta oben drauf.Deckel wieder auf Paprika und für 35-40 Minuten ab in den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen (Ober und Unterhitze, keine Umluft!).

Den Joghurt mit Zitronensaft und Minze verrühren (Minze vorher kleinhacken) und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zusammen mit den Paprika servieren.

Guten Appetit!

Mittwoch, 22. Mai 2013

Regenloch

Regnet es aus des Himmels Mitte

Habe ich eine große Bitte:

Regne doch woanders hin

nämlich da wo ich nicht bin.

 

Immer wenn der Himmel weint

kommen mir die Tränen

denn nur wenn die Sonne scheint

werde' ich schönes Wetter wähnen.

 

Urlaubsreise, dass wär ein Spaß

aber da war doch was?!

Ach, dass wird so nicht funzen

fehlen mir die Penunzen

Donnerstag, 2. Mai 2013

Mittwoch, 20. März 2013

Frühlingsgefühle?!

Frühling lässt sein graues Band
Flattern um des Winters Düfte
Kalte, wohlbekannte Lüfte
Bedecken planlos voll das Land
Eisbären träumen schon
Wollen baldigst kommen
Horch, ein Schneepflugton
Frühling, nicht du bist’s
Den Winter hab‘ ich vernommen!

Sonntag, 3. März 2013

25 Years – I got 25 Years

Na gut, in dem Lied von “The Catch” irgendwann aus den 1980ern geht es allem Anschein nach um jemanden der bedauert für 25 Jahre hinter Gitter zu müssen. Und sein Leben verhunzt hat. Komischer Weise gefiel mir das Lied obwohl der Sound nicht unbedingt der meine ist.
Nun gut. Die Frage, die auf meinen Hinweis auf unsere Silberhochzeit öfter kam, war “Und wie lange musste noch?” Ehe als lebenslanges Gefängnis… Ja, Witze gibt es genug darüber. Und wenn ich so zurück blicke ist auch unwahrscheinlich dass ich dieses Jubiläum feiern durfte.
Als ich meine Frau kennenlernte war ich in keiner komfortabler Situation. Grade aus dem Heim, irgendwie schon gescheitert und resigniert. Und durch die Liebe immerhin gerettet so manches Tal durchschritten – aber auch sehr viele Höhen. Niemand hätte einen Pfifferling gegeben dass unsere Beziehung überhaupt 1 Jahr übersteht. Inzwischen sind wir das einzige Paar aus dieser Zeit im Bekannten und Verwandtenbereich dass noch zusammen ist.
Und trotzdem: Manchmal kommt einem die Ehe wie ein Gefängnis vor. Aber alles in Allem: Keines aus dem man unbedingt ausbrechen muss. Sind die Fesseln nur weit genug. Für beide Partner. Und was auch zusammenschweißt: Die Aufzucht des Nachwuchses. Wenn sie auch nicht das Einzige ist. Da kommen auch so viele Erlebnisse, die verbinden. Und das Gefühl, zu Hause zu sein.
Ja, die Wünsche, nochmal 25 Jahre zu schaffen, sind geäußert worden. Und man möge sich wünschen, dass man das auch schafft. Möglich ist Alles.

Montag, 28. Januar 2013

Spannungsfeld Leben


Fast der ganze erste Monat des Jahres ist rum – und erst jetzt schreibe ich mal wieder etwas in meinem Blog. Wollte ich nicht öfter was schreiben? Oh ja – aber wenn einem Lust und Zeit fehlen..

Zwischen meinem letzten Beitrag und diesem liegen so viele Ereignisse. Obama ist für seine zweite Amtszeit gewählt und inzwischen auch vereidigt. Die USA drohten pleite zu gehen. Oder auch nicht. Und Menschen sterben – in Infernos, Terror oder Krieg. Und oder auch. Wie auch immer.

Wesentlich dramatischer ist das, wenn ein alter Freund, der mit 47 noch gar nicht so alt ist, an dem Tag beerdigt wird an dem man selber Geburtstag hat. Und man sich überlegt, ob man die Feier verschieben soll. Oder ob man diese Spannung des Lebens aushalten muss. Ich habe es dann lieber ausgehalten. Weil das Leben nun mal so ist. Gemein und böse. Liebevoll und schön. Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt.

Aktuell geht es ja durch die Nachrichten. Ein Brand in einer Diskothek in Brasilien hat über 230 jungen Menschen das Leben gekostet. Man möchte das Leben genießen und endet im Tod. Und manche möchten am liebsten sterben – und man lässt sie nicht. Und manche sollten besser tot sein. Und leben einfach weiter. Gerecht scheint das nicht – aber das Leben ist nicht gerecht. Es ist. Punkt.

Ich habe mich schon immer daran gestoßen wenn ach so fromme, bekennende Christen ihren Gott dafür danken, dass er ihnen den verlorenen Schlüssel finden ließ oder bei der Prüfung beistand. Und gleichzeitig dieser Gott einem Menschen in Afrika, der um etwas Essen flehte, diesen Wunsch verweigert und ihn verrecken lässt. Sicher auch eine Spannung im Leben. Auch ein Grund, warum ich nicht an Gott glauben kann.

Nun ja, das Leben ist eines der schwersten. Andererseits hat man nur dieses. Und es ist ja nicht immer so trübselig wie zu Jahresbeginn. Positiv denken und weiter geht’s.

Freitag, 28. Dezember 2012

Schluck Auf, Genossen und – innen


Und wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Ein Jahr, dass schon vor einigen Tagen enden sollte – hat nicht geklappt. Im nächsten Jahr soll es einen Ausweichtermin geben. Und wenn nicht – irgendwann klappt es schon mit der Apokalypse.

Jetzt ist ja die Zeit, zwischen den Jahren, in der man gerne auf das zurückliegende Jahr schaut. Und was kommt dabei rum? Erstaunlich wenig. Es haben uns, teilweise überraschend, einige Promis verlassen. Und, noch schlimmer, Freunde und Verwandte. Und immer öfter taucht das eigene Geburtsjahr dabei auf. Ja, man wird älter. Und dass ist nicht immer ein Grund zur Freude. Das zumindest hat dieses Jahr auch deutlich gemacht: Altersarmut droht.

Gleichwohl: Armut macht sich breit in unseren Breiten. Komischer Weise immer dort besonders stark wo die Sozialdemokraten regieren. Und wo sie regieren und es ist nicht so dann sind sie grade erst an die Macht gekommen. Ob es da irgendeinen Zusammenhang gibt? Böser Schelm...

Nein, wirklich neues bot dieses 2012 nicht. Die Euro- Wirtschafts- Bankenkrise geht ungehindert weiter. Und trotzdem fluppt es noch. Noch. Vielleicht ändert sich das ja im nächsten Jahr, vielleicht geht auch die Welt unter. So lange jedoch sollte man eines nicht vergessen: Zu leben. Der Trend, dieses Leben zu entmenschlichen, setzt sich ungehindert fort. Die Menschen leiden darunter – und haben vielfach keine Kraft, dieses zu ändern. Burn-Out ist ja eines der Schlagworte. Gleichzeitig entsozialisiert sich die Wertegemeinschaft. Und auf der Suche nach Sozialisation finden viele Heimat in radikalen Gruppen.

So sei es. Resignativ betrachtet wird man den Lauf der Dinge ohnehin nicht aufhalten. Dazu gehört auch, dass „der Staat“ sich immer stärker in das Leben seiner Bürger einmischt. Ihm vorschreiben will wie er zu leben hat. Wenn er es nicht freiwillig tut dann wird er eben gezwungen. Irgendwann wird die Gesellschaft uniform sein. Und keiner merkt es mehr. Und die, die es merken, werden entsorgt...

Nun gut. Ich will da auch nicht zu pessimistisch sein. Muss man ja nicht bei 7 Milliarden Menschen die eindeutig zu viel sind für diesen Planeten. Das regelt sich bestimmt von ganz allein. Womit wir wieder bei der Apokalypse wären. Besser: Apokollaps. Denn irgendwann wird das „System der Dinge“, wie der geneigte Zeuge Jehovas so gerne sagt, kollabieren. Wegen zu wenig Rohstoffe und deren ungerechte Verteilung. Zum Beispiel. Oder Nahrungsmittelknappheit. Oder...

Carpe Diem. So sollte das Motto sein im nächsten Jahr. Lernen, den Tag zu leben. Oder, wie es im Matthäusevangelium Kapitel 6 V27 so schön heißt: 

Wer von euch kann sich denn durch Sorgen das Leben auch nur um einen Tag verlängern?

Also: Kommt gut ins neue Jahr und füllt es gut.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Tag des Deutschen Einheitsbreis

Schon öfter habe ich mich über die deutsche Einheit ausgelassen. Über die deutsche Historie. Und darüber, dass an diesem Tag auch der “Tag der offenen Moschee” begangen wird. Will ich immer wieder das Gleiche verwursteln? Nein, will ich nicht.
Ich habe ohnehin den Eindruck, dass die Deutschen im allgemeinen nicht freudetrunken durch die Landschaft wanken. Vielleicht ist inzwischen auch so etwas wie Nationalstolz, ein Patriotismus gar, erwachsen. Und auch ein Nationalismus auch. Aber so im Alltag ist davon nichts zu spüren. Sicher, unsere Führungsspitze stammt aus Ostdeutschland – aber immerhin Pfarrerstochter und Pfarrer, womit auch die Herkunft etwas relativiert wird.
Nein, Deutschland ist ganz gut in Europa integriert. Was im deutschen Alltag auch keine große Rolle spielt – außer vielleicht die Frage, die sich der gemeine Bürger stellt: “Wo isse hin, meine sauer verdiente Kohle?” Womit wir auch wieder im Osten wären und den Solidarleistungen, die die Deutschen aufbringen müssen – an der Diskussion in der letzten Zeit sieht man schon ganz deutlich die Trennung, die immer noch durch Deutschland geht. Und die wird gerne genutzt von der Politik um Stimmung zu machen. Um von ihren eigentlichen Interessen abzulenken.
Angeblich leben wir im freiesten und demokratischsten deutschen Staat, der jemals existierte. Und dagegen lässt sich auch wenig einwenden. Aber ist es nicht doch ein wenig pseudo-frei? Ein wenig pseudo-demokratisch? Denn, und dass sollte man bedenken, wo ist der Bürger denn wirklich an den politischen Entscheidungen beteiligt? Mit der Stimmabgabe am Wahltag ist der Wähler seine Stimme los und hat sie an jemand anderen abgetreten. Was von den meisten, die ohnehin mit der Politik überfordert sind, auch gerne so angenommen wird. Das Stimmrecht nimmt also ein gewählter Vertreter war – der aber im Prinzip seine oder die Interessen seiner Fraktion vertritt und nicht den der Bürger in seinem Wahlkreis.
Nun gut, bislang hat das ja auch funktioniert. Bezahlt wird das aber mit Politikmüdigkeit – besser: Politiker-Müdigkeit – und damit einhergehender sinkender Wahlbeteiligung. Und ich habe den Eindruck, dass wird gerne gesehen. Von der Politik. So bleibt man unter sich.
Um den Bürger abzulenken wird auch gerne agitiert. Da wird Ost gegen West und umgekehrt aufgehetzt. Oder der “anständige” Deutsche gegen die “schlecht zu integrierenden Ausländer” aufgewiegelt. Oder gleich gegen den Islam. Oder Nichtraucher und Raucher gegeneinander ausgespielt. Natürlich gerne geschickt mit dem Hinweis auf europäische Rechtsangleichung. Und Gesundheitsaspekte. Oder kulturelle Eigenheiten. Oder….
Das lenkt auch dann davon ab, dass man mit Verordnungen und Gesetzen immer mehr die individuelle Freiheit einschränkt. Im Prinzip wird der Bürger, wenn er nicht so funktioniert wie Politik sich das so vorstellt, für unmündig erklärt und ihm vorgeschrieben, wie er zu leben hat. Und es lenkt auch davon ab, dass wir uns bald auch erhebliche wirtschaftliche Probleme einzurichten haben. Darunter wird natürlich in erster Linie der gemeine Bürger zu leiden haben. Und es kommt sicher nicht von ungefähr, dass angestrebt wird, die Bundeswehr auch im Inneren einzusetzen. Oder glaubt einer, dass die Aussetzung der Wehrpflicht einfach so passiert ist?
Nein, man ist bestrebt, einen Einheitsbrei, der leicht zu manipulieren ist, einzurichten. Glaube ich. Und dass die Zeiten hierzulande nicht wirklich besser werden. Aber dass sind nur so meine Gedanken zum 3. Oktober.

Sonntag, 26. August 2012

Alles muss, nichts kann

Seit meinem letzten Eintrag in diesem Blog ist ja einige Zeit vergangen. Und so viel ist passiert. Eine für NRW nicht so gut ausgegangene Landtagswahl. Oder eine Sparkatastrophe in Moers, meiner Heimatstadt. Die Kinder haben jeweils einen guten Schulabschluss hingelegt und die Weichen für die Zukunft gestellt.
Und überhaupt. Letztendlich – na ja. Irgendwie berührt mich die augenblickliche Weltlage nicht so unbedingt. Vielleicht liegt es auch daran dass ich jetzt mit 50 ein Alter erreicht habe, dass vermute lässt, dass ich nicht mehr so lange habe. Und ich möchte gerne abtreten bevor ich hinfällig werde. To die before I get old.
Die Kinder, wie gesagt, gehen ihren Weg und ich begleite sie gerne dabei. Aber irgendwie habe ich meinen “Job” erfüllt. Und so kommt vieles zusammen was mich auf eine seltsame Art ausgepumpt fühlen lässt. Daran hat auch mein sonst erholsamer Urlaub nicht viel geändert.
Das Gefühl, sein Leben irgendwie ändern zu müssen. Oder einen Schups in eine andere Richtung zu geben. Oder…. Midlife Crisis?! What Crisis? Sicher auch. So ein Stück weit. Die Sehnsucht nach einer Auszeit – reflektieren, analysieren. Um dann weiter zu gehen.
Andererseits kann ich mit der Entwicklung, die mein Leben genommen hat, ganz zufrieden sein. Wenn man die Startbedingungen mal betrachtet und schaut, wo ich jetzt stehe, kann man von viel Glück, Fügung oder wie auch immer sprechen.
Nun gut. Jammern nutzt ja nichts. Und der Zwang zu grübeln verschwindet bestimmt mit der Zeit. Aber es lähmt ein wenig.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Streichkonzert und Attraktivität

Moers 26.02 (11)
Gut einen Monat habe ich nichts mehr in meinem Blog geschrieben. Dabei ist doch so viel passiert. Einerseits. Andererseits – bin ich manchmal so müde vom Weltgeschehen. Nun gut.
Heute jedenfalls habe ich mit Interesse die Sparvorschläge der Verwaltung der Stadt Moers, meiner Heimatstadt, in der Zeitung gelesen. Die völlig überschuldete Stadt, auf deren, na, sagen wir “Haushalt”, der Landrat die Hand hat, muss in den nächsten knapp 10 Jahren über 60 Millionen sparen. Geld kommt aus dem Stärkungspakt II – fordert aber dadurch eben radikales sparen.
Die politische Gemengelage in Moers machen die Angelegenheit nicht einfacher. Insofern haben Kämmerer und Bürgermeister keinen leichten Stand. Insbesondere, wenn die tatsächliche Umsetzung unterm Strich bedeutet, dass Moers endgültig unattraktiv wird zum Wohnen und Gewerbeansiedlung.
Die Einnahmenerhöhungen, die angedacht sind, dürften dabei ein Knackpunkt sein. Demnach hätte Moers dann mit die höchste Gewerbesteuer am Niederrhein – abgesehen von den Grundsteuern – und täte sich noch schwerer, Gewerbeansiedlung zu akquirieren. Inwieweit sich das auch auf bestehendes Gewerbe auswirkt muss man sehen. Aber da ein Augenmaß zu finden ist sicherlich nicht einfach. Insbesondere dazu ja noch Erhöhungen von Verbrauchsabgaben wie Wasser vorgesehen wären. Zu dem sollen bestimmte Beiträge erhöht werden wie Kita-Gebühren oder Vergünstigungen gestrichen werden. Alles in allem kommen da ja noch die steigenden Energiegebühren hinzu, für die Moers nichts kann, was sich aber mit den Ausgaben der Bürger und Betriebe subsummiert. Und ob man dann noch Neubürger oder Neuansiedlung von Gewerbe hinbekommt wenn man in anderen Städten billiger davon kommt….
Gewinnausschüttungen von ENNI und Sparkasse sollen in den Haushalt fließen – was wiederum bedeutet, dass diese Gelder nicht mehr in Sport und Kultur etc. fließen. Was nicht weiter schlimm ist, da die Stadt nach den Streichlisten ohnehin keinen Sport oder Kultur mehr fördern würde. Daneben fallen Stadtteilbibliotheken weg oder die Zuschüsse für Art-Comedy oder Moers-Festival. Was man sicher durch Sponsoring und Beteiligung der Liebhaber, also Zuschauer/hörer, auffangen kann. Oder? Und welche Stadt braucht schon ein Schloßtheater – geht doch ohnehin nur die Nomenklatura hin. Ja, die Entscheidungen werden hart diskutiert werden.
Dabei kommt am wenigsten zur Verwaltung selbst. Von 100 zu streichenden Stellen erreicht man nach den Sparvorschlägen grade mal ein Drittel. Und bei der Politik, also dem Rat, wird wohl gar nicht gespart. Selbst, wenn es nur symbolischen Charakter hätte. Und mal ehrlich: Braucht eine Stadt mit 107.000 Einwohner wirklich 3 stellvertretende Bürgermeister? Die Stadt ist nicht so bedeutend wie sie sich gerne sieht – und wird es nach dem Streichkonzert noch weniger sein. Ach so, die Zuschüsse für Wohlfahrtsverbände werden vielleicht auch gestrichen. Dabei könnten diese doch städtische Aufgaben übernehmen. Im Gegenzug könnte man die entsprechenden Stellen in der Verwaltung streichen. Gleichstellung ginge doch auch bei “Frauen helfen Frauen” – Sozialberatung wird durch die MALZ vorgenommen usw…..
Na, ich bin gespannt auf die politische Diskussion in MOers in der nächsten Zeit.