Sonntag, 6. Mai 2012
Und? Was wählst Du so?
Samstag, 7. April 2012
Da wächst schon Grass drüber
Da hat also der Günter Grass ein Gedicht geschrieben und in der Süddeutschen veröffentlicht. Und die Welt, zumindest die Deutsche, regt sich königlich auf.
In diesem Gedicht, dass so gar nicht als solches wirkt, bringt der Künstler seine Sorge, ja: Angst, zum Ausdruck, die ihn umtreibt denkt er an die brisante Lage in Nahost. Und das ist im Prinzip sogar löblich. Denn diese Sorge, ja: Angst, kann man durchaus teilen. Und trotzdem. Irgendwie wird dem Günter da ein Antisemitismus unterstellt. Mal mehr, mal weniger offensiv.
Und ich glaube, dass wird durch seine Wortwahl provoziert. Womöglich sogar gewollt. Eigentlich ganz sicher – denn er hat die Reaktionen darauf schon vorweg genommen. Und scheint sich seinem latenten Antisemitismus, der sich als Israel-Kritik tarnt, durchaus bewusst zu sein. Wobei: Das ist bei Links-Intellektuellen durchaus immanent.
Kritik an Israels Politik bedeutet noch lange nicht Antisemitisch zu sein – eine Kehrung der Täter – Opfer Relation kann es aber schon sein. Dass muss nicht einmal bewusst geschehen. Sondern durch das Geschriebene von allein zum Ausdruck kommen.
Nein, einen Gefallen hat sich Grass mit dem Gedicht nicht gemacht. Zu sehr gemahnt es an Pennäler - Prosa, was für einen Literaturnobelpreisträger doch zu wenig erscheint. Er kann es besser. Auch wenn man ihm eine große Besorgnis über die Lage in Nahost unterstellen darf. Ich unterstelle auch mal, dass der die Worte beherrschende Schriftsteller diese auch diesmal gezielt so gesetzt hat. Und hat damit Raum geschaffen für Interpretation und Platz für sich zur Relativierung. Beides geschieht auch.
Die Provokation ist wohl kalkuliert. Wenn es nicht Günter Grass, oder ein ähnliches Kaliber, gewesen wäre hätte dieses Poem nicht die geringste Chance überhaupt beachtet zu werden. Das ist es auch, was Grass erreichen wollte. Etwas angeblich Unaussprechbares Gehör zu verschaffen – das erinnert fatal an den unsäglichen Sarrazin, der auch etwas sagen musste damit es mal gesagt wird weil es mal gesagt werden musste. Obwohl das schon lange gesagt wurde was angeblich so Unaussprechbar ist.
Kritik an Israel, auch aus Deutschland, ist zulässig und wird auch geübt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist, gerade für Deutsche, wirklich nicht einfach, die richtigen Worte zu finden die so schnell die …rechten…Worte scheinen. Aber gerade die Siedlungspolitik Israels steht nicht nur international am Pranger, sondern auch im eigenen Land. Was nicht zur Debatte stehen darf ist das Existenzrecht Israels. Und hier kommt dann die Kritik Grass’ ins Spiel. Israel hat demnach ein Existenzrecht – darf es aber nicht verteidigen.
Diejenigen, die Israel auslöschen wollen, sitzen gleich nebenan. Seit der Gründung Israels, die nach dem Holocaust mehr als Berechtigung hat, steht Israel mit dem Rücken zur Wand. Wird kein Krieg gegen Israel geführt sorgen Selbstmordattentäter für Unruhe. Dass Israel hier bei der Prävention und zur eigenen Sicherung vielleicht auch über das Ziel hinausschiesst (!) ist selbst den Israelis bekannt und wird, auch von deutschen Politikern angesprochen.
Es ist immer noch eine besondere Beziehung, die wir als Deutschland zu Israel haben. Müssen. Denn ohne die Unsagbaren Verbrechen, die Deutsche an Juden ausgeübt haben müsste dieser Staat Israel nicht bestehen. Es ging dabei nicht um die Gründung eines Staates aus irgendwelchen biblischen Motiven um eine Restauration der Geschichte zu bewirken. Sondern Juden ein sicheres Zuhause zu bieten. Eine Zuflucht. Denn, die Geschichte mahnt es, waren Juden immer wieder Progromen ausgeliefert. Die industrialisierte Vernichtung jüdischen Lebens durch die Nazis war der grausame Höhepunkt, der letztendlich und konsequenter Weise in die Gründung Israels führte.
Und genau daran störte sich die intellektuelle Szene, die in der Regel doch eher im Sozialismus – also links – angesiedelt ist. Die Szene, die später auch Sympathie für die RAF und deren Ableger hatte, stand natürlich auf der Seite der Geknechteten. Und das waren aus der Sicht dieser selbsternannten Denkelite natürlich die Palästinenser, denen man so ruchlos das Land weggenommen hatte.
Es ist diese Szene der Links-Intellektuellen, die bestimmte und bestimmt, welches die richtige politische Meinung zu sein hat, die festlegt, welches die richtige Literatur ist und die wahre Musik (z.B. Free-Jazz, dass so unglaublich verkopft ist. Da hat der weiße Mann dem schwarzen Mann glatt die Musik geklaut und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt) ist.
Und es ist diese Szene, die sich Grass wohlwollend schreiben wollte. Und anscheinend noch will. Was letztendlich nur bedeutend: Was Grass da von sich gibt ist nicht mehr als ein Hilferuf um Aufmerksamkeit. Damit diese Szene ihn weiter goutiert.
Da wird doch noch Grass drüber wachsen.
Sonntag, 18. März 2012
Nationale Identität - Eine neue deutsche Frage?
Heute wird der Bundespräsident gewählt - oder die Bundespräsidentin. Egal, wer gewinnt - wohl Joachim Gauck - wird der Präsident nicht vom Volk gewählt. Mit Gnade der politischen Parteien sind allenfalls ein paar Prominente beteiligt. Aber der Bürger an sich steht außen vor. Und das bei dem Mann, der Frau, die ihn präsentieren soll.
Im besten aller deutschen Staaten ist es mit Basisdemokratie nicht gut bestellt. Der Bürger gibt bei der jeweiligen Wahl seine Stimme an einen Volksvertreter. Und ist sie damit los. Von auf kommunaler Ebene zugelassenem Bemühen um mehr Beteiligung des Volkes ist eine Beteiligung so in Ländern und Bund nicht vorgesehen. Im Prinzip als Nachlauf dem dunkelsten Zeitraum deutscher Geschichte geschuldet.
Eine deutsche Identität war nach dem Dritten Reich auch nicht vorgesehen. Und nachdem fast zwangsläufig passierte was so damals in Westdeutschland kaum einer wirklich wollte, nämlich der Zusammenwucherung beider deutscher Staaten, war es immer noch suspekt nach einer deutschen Identität zu fragen. Deutsche Leitkultur, überhaupt Deutsche Kultur, die Frage nach dem, was "Deutsch" eigentlich ausmacht: alles nicht erwünscht im Hinblick auf die Vergangenheit. Wer dennoch danach fragte war schnell im Verdacht ein Nazi zu sein. Zumindest irgendwo in die National-Deutsche Ecke gedrängt.
Als ich den Artikel in der "Süddeutschen Zeitung" las fragte ich mich spontan, wie man auf die Idee kommt, die Präsidentenwahl mit der Suche nach der deutschen Identität in Zusammenhang zu stellen. Und frage mich das nach dem lesen des Artikels immer noch.
Ich glaube nicht, dass die Bevölkerung nach der Suche nach einer "Deutschen Identität" ist. Es ist eher ein Ding der politischen Klasse und hin und wieder der Medien auf der Suche nach Antworten auf Fragen die keiner stellt .
Deutsche Geschichte, die angeblich mit der Gründung des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation begann, gibt eine deutsche Identität nicht her. Regionale Identität eher schon, aber eine gesamtdeutsche Identität war nicht im Bewusstsein der Menschen. Auch die Schaffung einer hochdeutschen Sprache durch Luther schaffte keine Identität, wie vielleicht in Frankreich, dass sich ja durch die Sprache definiert. Vielleicht durch die Schaffung eines deutschen Reiches durch die Preußen 1871 in Verbindung des Gefühls der Revolution von 1848 wurde so etwas wie ein Zusammengehörigkeit geschaffen - überhöht erst durch den 1. Weltkrieg. Und verstärkt durch das Naziregime 20 Jahre später.
Ich erinnere mich an die Karten im Erdkunde- und Geschichtsunterricht, die neben den damals aktuellen Grenzen auch immer die Grenzen Deutschlands 1937 zeigten. Und das war das Deutschland, dass die Nationalisten gerne gehabt hätten.
Den typischen Deutschen gibt es ebenfalls nicht. Viele regionale Eigenheiten verhindern diesen Typus. Menschen im Ruhrgebiet sind etwas anders gestrickt als z.B. Bayern. Der "Deutsche" ist zumeist eine Karikatur der ausländischen Medien, dessen Eigenschaften ebenso auf Engländer oder Franzosen übertragbar sind. Auch wenn man es immer wieder kolportiert: Den "Deutschen" gibt es nicht. Das, was die Klammer ist, dass nennt sich Grundgesetz. Die Menschen, die hier leben, haben zu unterschiedliche Abstammungen, als dass sich eine besondere deutsche Identität herausbilden könnte. Eine multikulturelle vielleicht noch.
Und darüber sollte auch nicht ein "Spass-Patriotismus" wie zur Fußball-WM 2006 oder ähnlicher Veranstaltungen hinwegtäuschen: Es gibt keine deutsche Identität, hat es nie gegeben und sollte es auch nie geben.
Samstag, 17. März 2012
Kritik "Giants" - The Stranglers 2012
Wie fängt man eine Kritik über eine Platte einer Band an, die nun auch schon auf eine fast 40-Jährige Karriere zurückblicken kann? Und in der noch 3 Gründungsmitglieder spielen, von denen einer dieses Jahr 74 wird, einer Anfang 60 und einer dieses Jahr 60 geworden ist.
Nun, von so einer Band etwas grundlegend Neues zu erwarten wäre vermessen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass diese Band vor gut 10 Jahren schon zu einer "Oldies-but-Goldies"-Gruppe verkommen schien. Am 11.9.1974 wurde "The Stranglers" als Trademark eingetragen und seither gilt dieses Datum als Gründungsdatum von den Stranglers. Obwohl sie schon etwas früher gestartet sind als Guildford Stranglers. Das war die Zeit, in der JJ Burnel, Hugh Cornwell, Jet Black und Hans Wärmling noch irgendwie nach Hollies klangen. Nach dem Ausstieg Wärmlings kam der Keyborder und Organist Dave Greenfield hinzu und ab da bestand die Formation, wie die Rockwelt sie kannte. Die Band wurde dem Punk zugerechnet, dem sie immerhin die Ratte brachte, obwohl die Musiker viel zu alt waren und vom ganzen Habitus gar nicht in diese Szene passten. Mit zynischen Texten und rauher Musik muss man sich wohl so einordnen lassen. 1990 verließ Hugh Cornwell die Band, die sich mit Paul Roberts und John Ellies verstärkte und ihren Sound änderte. 2000 verschwand John Ellies und Baz Warne stieg als Gitarrist ein, 2006 verließ Paul Roberts die Band und The Stranglers machten wieder als 4er Bande weiter.
2004 bekamen die Stranglers einen Plattendeal mit der EMI über 4 Studio-CDs. Und mit "Giants" liegt nun die dritte vor. 6 Jahre nach der Suite XVI. Und knüpft nahtlos an dieses Album an ohne es zu kopieren.
Nach dem Weggang von Roberts teilen sich Burnel und Warne den Gesang. Und das ist eine der Probleme der letzten beiden Veröffentlichungen: Es fehlt eine markante Stimme. Und auf "Giant" fehlt ein potentieller Hit, der sonst immer auf einem Album war - wenn es auch mangels Single-Veröffentlichung nie ein HIt wurde. Aber das sind in der Regel die besonderen Punkte, die einen ein Album in Erinnerung halten. Diese Höhepunkt fehlen komplett. Was nicht weiter tragisch ist, da dieses Album tatsächlich ein gesamter Höhepunkt ohne wirkliche Schwächen ist.
Die Covergestaltung zeigt in Deutlichkeit warum die Band "The Stranglers" heißt und könnte inklusive Innengestaltung als leicht makaber gelten. Dafür ist die Überraschung beim Einlegen der CD doch groß.
Mit "Another Camden Afternoon" fängt die Platte sehr Blueslastig an. Mit einem Gitarrenintro, das von Baz Warne sher hart gespielt wird. Um dann mit eher strangleresken Riffs so richtig loszulegen. Mit einem tiefen, knallharten Basslauf und einem gradlinigen Schlagzeug und einer Greenfield-Typischen Orgel. Ein 4-Minütiges Intrumental als Opener. Nicht schlecht. Gefolgt von einem romantischen Einstieg in "Freedom is Insane", dass klingt, als wäre es aus der letzten Session zu "Suite XVI" übergeblieben und ein klein wenig an "Heroes" von Bowie erinnert. Zumindest im Refrain. Um dann gegen Ende in einem Orgelsolo alà "Walk on by" zu münden.
Insgesamt ist "Giant" sehr gitarrenlastig geworden, was sicherlich dem Einfluss des Jüngsten, Baz Warne, geschuldet ist. Aber eben ein sehr gutes Album hervorgebracht hat. Sehr schön ist die eher ruhige Ballade "My Fickle Resolve" und interessant der Hardrock-Tango "Adios", bei der neben brettharten Gitarren auch nch in so etwas ähnliches wie spanisch gesungen wird.
Einen prima Abschluss macht dann das für mich beste Lied auf der Platte, 15 Steps, dass mit stranglerstypischen Sarkasmus aufwartet und eine leicht "spooky" Orgel beinhaltet.
"Giant" ist ein in sich geschlossenes Werk ohne wirkliche Höhepunkte, dass man bedenkenlos durchhören kann. Was für "The Stranglers" etwas wenig ist. Nicht die beste Platte, die die Jungs (!) gemacht haben, aber eine, die durchaus weit oben angesiedelt ist. Um damit wieder auf die lange Geschichte der Stranglers zu kommen. Denn sie klingen nicht so alt wie sie sind (Baz Warne ausgenommen), sondern frisch und modern ohne zu leugnen, dass sie die Stranglers sind. Oder um es mal so zu sagen **** von ***** sind allemal drin.
Die Limited Edition, die mir vorliegt, hat noch eine Bonus-CD mit einem Unplugged-Konzert von der letztjährigen Convention beigefügt. Tolles Konzert in toller Atmosphäre mit Songs, die man bei einem solchen Konzert nicht erwartet hätte. Ein besonderes Bonbon als Zugabe.
The Stranglers "Giants" , Coursegood B0076L9WJQ
Tracks:
Another Camden Afternoon/Freedom Is Insane/Giants/ Lowlands/Boom Boom/My Fickle Resolve/Time Was Once On My Side/ Mercury Rising/Adios (Tango)/15 Steps
Sonntag, 26. Februar 2012
Meine Top-Platten #1: TOTO - Toto 1978
Es war Ende 1978 als ich in der "Schlagerrally" auf WDR 2 ein hammermäßiges Piano - Intro hörte, gefolgt von einem Wahnsinns - Gitarrenriff. Ein treibender Rhythmus haute mich fast vom Hocker und was dann folgte war für einen Gitarrensololiebhaber wie mich die Offenbarung: Eines der genialsten Solos der Rockgeschichte.
Ja, es geht um den Song "Hold the line" der amerikanischen Truppe "TOTO". Er traf mein Ohr zu einer Zeit, als ich mich in einer musikalischen Orientierungsphase befand.
"Queen" fingen grade an schlecht zu werden, "Alan Parsons Projekt" wollten langweilen, Pink Floyd hatten "The Wall" noch nicht veröffentlicht, Punk zwar interessant, aber zu schlicht. Sicher, es gab "The Police" und auch "The Stranglers", während sich in diesem Metier aus deutschen Landen nicht allzuviel tat. Und die aufgedrückten Heroen der Vergangenheit, Doors, Deep Purple, Led Zeppelin etc. ödeten mich zu dem Zeitpunkt ungemein an.
Dabei stand, und stehe, ich auf Gitarrenriffs, Orgelsound, Saxophon, knallhartes Schlagzeug und irre Bassläufe. Ich liebte die Shadows. Aber nicht unbedingt dass, was sie Ende der 70er veröffentlichten. Und so war es mit vielen. Gleichzeitig lief mein Leben aus dem Ruder. Frust über die Lebensumstände brachen durch. Von der ganzen Haltung her wäre ich wohl eher "Punk" denn irgendwas anderes gewesen wenn mich so eine Kategorisierung überhaupt interessiert hätte.
Musik war etwas, was mir Trost brachte. Unter anderem. Und so seltsam es anmuten mag: Dieser Song von "Toto" sprach mich derartig an dass ich mir umgehend das Album besorgte.
Dieses Album ist eines der perfektesten Rock-Alben aller Zeiten. Klar, "Toto" hatten ein erfolgreicheres mit "Toto IV" und dem Hit "Africa". Aber für mich stimmte alles. Die Lieder waren richtig gut. Klare Instrumentierung und ansprechende Singstimmen. Wunderbare Solis. Ich war begeistert.
"Toto" sind dabei eigentlich "nur" eine Ansammlung von Studiomusikern. Die mit den Alben irgendwie auch so eine Art Katalog ihres Könnens präsentierten. Immerhin: "Toto" waren u.A. an der Entstehung von Michael Jacksons "Thriller" maßgeblich beteiligt. Aber um das "nur" aufzulösen: Die Musiker lieben das, was sie tun und das merkt man diesem Album ganz besonders an. Und mir fast 17 Jährigen brachte es einen neuen Zugang zu Musik. Obwohl die Musik von "Toto" letztendlich als Adult Oriented Rock, und damit war ich ja gar nicht die Zielgruppe, eingestuft wurde.
Was diese Musik zu wertvoll macht: Sie ist zeitlos. Weil so hochqualitativ. Und ich höre sie bis heute.
TOTO (1978)
CHILD'S ANTHEM
(Instrumental)
Writer: David Paich
I'LL SUPPLY THE LOVE
Lead Vocals: Bobby Kimball
Writer: David Paich
GEORGY PORGY
Lead Vocals: Steve Lukather
Writer: David Paich
MANUELA RUN
Lead Vocals: David Paich
Writer: David Paich
YOU ARE THE FLOWER
Lead Vocals: Bobby Kimball
Writer: Bobby Kimball
GIRL GOODBYE
Lead Vocals: Bobby Kimball
Writer: David Paich
TAKIN' IT BACK
Lead Vocals: Steve Porcaro
Writer: Steve Porcaro
ROCKMAKER
Lead Vocals: David Paich
Writer: David Paich
HOLD THE LINE
Lead Vocals: Bobby Kimball
Writer: David Paich
ANGELA
Lead Vocals: Steve Lukather
Writer: David Paich
Mittwoch, 22. Februar 2012
Am Aschermittwoch ist alles vorbei – doch die Karawane zieht weiter
Sonntag, 12. Februar 2012
Das Aus für Sauerland
Fast 130.000 Stimmen gegen Adolf Sauerland ist ein Wort. Das zeigt schon sehr deutlich, dass die Stimmung gegen den eigentlich sehr erfolgreichen Oberbürgermeister von Duisburg groß war. Oder sagen wir: Ex-Oberbürgermeister.
Und damit ist das erste Mal überhaupt ein Oberbürgermeister abgewählt worden. Durch die sogenannte "Lex Sauerland". Die durch die rot-grüne Koalition beschlossene Ergänzung des Kommunalwahlgesetzes - die allerdings schon im Koalitionsvertrag vorgesehen war. Dennoch sehr passend.
Sauerland kann man eigentlich keine Schuld allein an dem Loveparade-Desaster geben. Das ist ein Konglomerat an Verantwortlichen, die unbedingt nach der Absage von Bochum die Loveparade im Kulturjahr in Duisburg stattfinden lassen wollten. Verantwortlich ist hier sicherlich wohl der Veranstalter und die Genehmigungsbehörde. Und deren Chef war nominell Sauerland. Der wohl besser für die Fehler seiner Leute hätte einstehen sollen. Und sein Verhalten nach der Loveparade war sicher auch nicht astrein; eher peinlich.
Doch im Prinzip wäre sicherlich eine "Schwamm drüber" - Stimmung in Duisburg eingetreten wenn nicht eine Melange an eher linken Personen diese Wunde frisch gehalten hätte. Egal, ob Ketchup-Attacke oder Stören von Veranstaltungen oder Presseberichte: Immer kam der Eindruck auf, als würde die SPD und ihr Umfeld mit aller Gewalt den CDU-Oberbürgermeister endlich von dem SPD-Stammplatz vertreiben wollen.
Dazu muss man wissen, dass in Duisburg, scheinbar gottgewollt, die SPD seit gefühlten Jahrhunderten regiert. Und eigentlich die von ihr geschaffene Verwaltung autark ohne Rat macht was die eigentlichen (SPD)-Könige wollen. Das hatte Sauerland durchbrochen und die Könige kaltgestellt - sowas vergisst man nicht. Und so nahm man anscheinend die Chance war die sich bot.
Die Kampagne gegen Sauerland war genau so peinlich wie Sauerland selbst. Und ich möchte gar nicht erst wissen wie die Melange reagiert hätte wenn die Abwahl nicht geklappt hätte.
Nun ja. Im Prinzip hätte Sauerland von selbst zurücktreten sollen. Auch wenn es schwer fällt. Er hätte sich in der Sonne eines gelungenen Festes gesonnt - und hätte also auch im Regen der Katastrophe die Konsequenzen tragen müssen. Aber da wirkten wohl viele Überlegungen mit, das nicht zu tun. Eben sicher auch dass man die Erfolge, die Sauerland zu verzeichnen hatte, auch nicht aufgeben wollte.
Es bleibt ein fahler Geschmack. Sowohl was die Personalie Sauerland angeht als auch das Drumherum der Abwahlkampagne.
Dienstag, 7. Februar 2012
Musik - was fürs Herz
Musik kann die Seele reinigen, trösten, wütend machen, Liebe machen. Ja, vielleicht kann Musik sogar Gesellschaften umwälzen. Musik kann ein Lebensbegleiter sein. Kinderlieder, Tanzschulenmusik, Abnabelung vom Elternhaus, Erste - Liebe - Lieder, Trostlieder in schweren Momenten. Hochzeitsmarsch und Trauermarsch. Ab in die Kiste und alle singen Ave Maria - obwohl man gar nicht so heißt.
Musik also ist für mich eine rein emotionale Angelegenheit, die mein Herz, oder wenn man so will:meine Seele, erreichen muss um als gut empfunden zu werden. Den ganzen Hype um revolutionäre Musik, einzigartige Umwälzungen der Musikgeschichte und Supergroups und was weiß ich noch habe ich nie gemocht. Musik habe ich immer nur mit dem Herzen gehört. Und nicht mit dem Verstand. Auch wenn Texte nicht unwichtig sind - aber viele Lieder bzw. Musikstücke erreichen mich als Gesamtkunstwerk. Egal, worüber gesungen wird. Daher eine Affinität zum sogenannten ProgRock, dessen Textinhalte ja doch meist vertonte "Herr der Ringe" Ableger sind. Am meisten jedoch nervt mich, wenn Musikkritiker oder - Journalisten immer wieder einen vermeintlichen Hype erkennen. Die neuen Beatles, die Erfindung eines "neuen" Musikstils, blablabla. Diese gescheiterten Musiker, die es meist nicht besser können als die von ihnen kritisierten Künstler, schreiben sich zudem den Groll von der Backe, wenn ihre Helden mal nicht so funktionieren wie sie es sich wünschten - ohne in der Lage zu sein das zu ändern in dem sie selbst zum Instrument greifen.
Nun gut, als Jahrgang 1962 habe ich die angeblich so wichtigen Revolutionen in der Musik und in der Gesellschaft bewusst nicht mitbekommen. Buddy Holly war bei meiner Geburt schon drei Jahre tot, Elvis Presley im Prinzip schon zum Schlagersänger mutiert und die Beatles grade im kommen. Aufgewachsen bin ich ohnehin mit den in den 60ern üblichen Schlagerkram. Erst so ab 1972 entwickelte sich so etwas wie ein eigener Musikgeschmack. Es war die Zeit von Sweet, Slade und Suzi Quatro. Und das hatte man gefälligst gut zu finden wenn man dazu gehören wollte. Persönlich fand ich dann erst die Musik von Showaddywaddy gut und hielt sie für begnadete Songschreiber - bis ich erfuhr, dass sie den Musikkatalog von Buddy Holly verwursteten. Den fand ich dann besser (und wartete vergeblich auf was neues von ihm - irgendwann erfuhr ich dann doch, dass er schon lange tot ist...) und grub mich tief in die Oldiekiste ein (1974 waren dass ja noch Sachen aus Ende der 50er bis Mitte der 70er). Die Bedeutung, die so mancher Künstler damals hatte, konnte ich nicht nachvollziehen. Logischer Weise. Es war mehr die Musik an sich, die mir gefiel. Und dann hörte ich Steve Miller mit "The Joker". Und von ihm kam auch mein erstes selbstgekauftes Album, "Fly like an Eagle". Da schöne Lied "The Joker" war nicht drauf, aber viele andere schönes Songs. Verstanden habe ich die Zitate dort nicht - auch nicht, worüber es beim Joker geht. Obwohl Zeilen wie "I want to shake your trees" hellhörig werden lassen musste- aber diese Musik nahm mich gefangen. Bis zu Queens "Killer Queen". Und damit habe ich meine Allzeitmusikliebe gefunden. Recht früh. Aber mit diesem Musikgeschmack, der dann ja auch Fleetwood Mac und andere mit einbezog, stand ich recht einsam da in einem Umfeld, dass Smokie oder die Rubettes für Musikgötter gehalten hat.
Durch ältere Bekannte, teils aus dem Heim, teils Erzieher aus dem selben, hörte ich viel von damals schon alten Recken die angeblich ja schon Kult sind. Doors, Neil Young, Cream usw. Nur: Meist sagte mir die Musik nichts. Ja, Led Zeppelin, obwohl schon abgegessen als ich sie das erste Mal hörte (1977 mit dem Live Album "The Song remains the same") oder auch Pink Floyd, sogar Alan Parsons Projekt... Und Grobschnitt. Und... ja, da gibt es so einiges. Deutsches außer Kraftwerk oder Grobschnitt oder MMW war weniger beliebt. Ja, ich mochte Lindenbergs Musik nicht sonderlich. Was sich im Rückblick etwas relativiert wie so manches. Aber wegen meiner Lebensumstände, dem Zorn, der Wut in mir war ich auf der Suche nach Musik, die mich verstand. Und da Queen nach 1977 ohnehin nicht weltbewegendes mehr herausbrachten und mir überhaupt alles auf den Senkel ging wies die Richtung zum Punk. Mehr von der Lebenseinstellung denn mit diesem Aufgesetzten Modepüppchen namens "Sex Pistols", bei dem nur ein Mitglied die Sache bis zum bitteren Ende Ernst genommen hat. Nein, ich hielt mich gleich an die zynischen und musikalisch durchaus brutalen Stranglers.
The Police, The Damned The Clash und wie sie alles hießen war eine Zeitlang dass, was mich musikalisch aufheizte. Die 70er gingen zu Ende, die 80er kamen. Und die Musik wurde schlechter. Noch schlechter? Ja, das ging. Neue Deutsche Welle hieß das Programm zum abgewöhnen. Dabei meine ich diese NDW die aufkam als die richtige schon beendet war. Also so um 1982. Was im Prinzip deutscher Schlager, nur mit wirklich bescheuerten Texten, war. Und zum Glück relativ zügig wieder vorbei. Es ging ja noch schlimmer. Heavy Metal, allen voran die Scopions, verseuchten die Musikszene mit immer mehr Absplitterungen, die auf keinen Fall irgendwie musikalisch was voran treiben sollte sondern eine konsumkompatible Käuferschicht erschließen. Denn das wurde in den 80ern immer deutlicher: Musik ist Kommerz. Ich wendete mich dann mehr in Richtung elektronische Musik. Tangerine Dream waren alte Bekannte, aber auch deren Kopisten "Software" waren nicht übel. Gleichwohl gab es auch wohltuendes wie Tears for Fears oder Talk Talk. Und durchaus das ein oder andere Klangperlchen wie die niederländische Gruppe "Nits".
Musik war natürlich immer Kommerz. Und immer gab es Ausbrecher aus diesem Betrieb und veröffentlichte tolle, anspruchsvolle Musik. Auch in den 90ern. Obwohl grade dort der Ausverkauf groß geschrieben wurde. Abba-Revivals und Abschluß-Gigantkonzerte von Pink Floyd und Genesis und Co. Erkenntis alter Recken, war Mist was ich bisher machte, ich wollte immer schon Blues machen. Die ersten TV-Shows, die die 70er hochleben ließen. Und Beginn der Casting-Shows. Und immer die gleichen Lieder von auswechselbaren Interpreten. Mit viel Glück ist wirklich eine faszinierende Stimme dabei. Was bei dem schwachen Song-Material allerdings auch nichts bringt. BTW: ich habe immer noch nichts von Tina Turner selbst gekauft (Foreign Affairs wurde mir geschenkt, hab eich aber nur einmal gehört. So scheiße ist das Album) weil die Stimme ja bannen kann - aber das Songmaterial was sie besingt... ist so ähnlich wie bei Joe Cocker, nur noch schlechter. Ja, und "Private Dancer" ist vielleicht ein gutes Album - aber es hört sich an wie eine Dire Straits Platte mit Tina als Gastsängerin. Muss nicht schlecht sein, wirklich. Nein, diese Castingsshows sind da nicht besser. Trotz der einen oder anderen guten Stimme.
Und so kommt es, dass der alte Mann darüber sinniert warum und weshalb ihm die ein oder andere Platte so gut gefällt. Warum die Musik, die er so gerne hört, meist von gestern oder vorgestern ist. Und warum Musik ihm immer noch so viel bedeutet. Und daher wird der alte Mann ein altes Projekt neu beleben und seine Lieblingsplatten hier in diesem Blog vorstellen. Mal schauen, was da so alles herauskommt.
Sonntag, 22. Januar 2012
Ich glaub’ es einfach nicht
http://www.mister-wong.de/doc/mein-glaubensweg_260946975/
Jetzt ist es also schon gut 11 Jahre her dass ich mich von meinem Gottesglauben entfernt habe. Was sage ich; verabschiedet. Und nun habe ich tatsächlich nochmal meinen damaligen Aufsatz für “Der Humanist”, den ich auch für mein Blog genutzt hatte, wieder gefunden.
“Mein Glaubensweg” liest sich etwas unbeholfen. Und greift natürlich auch nicht die Entwicklung die ich seitdem gemacht habe auf. Kurz danach habe ich noch einen Aufsatz geschrieben der sich mit den Anfeindungen aus Christenkreisen auseinander gesetzt hat. Und noch einen Beitrag für meinen Blog, in dem ich mal etwas reflektiere. Aber im Prinzip habe ich die letzten Jahre gar nicht groß über meinen Glauben/Nichtglauben nachgedacht. Ich bin einfach ein Religionsatheist. Weil ich nicht an die Religionsgötter glauben kann – während ich die Existenz oder Nicht-Existenz eines möglichen Gottes oder Götter nicht nachweisen kann. Und somit diese Frage offen lassen muss. Obwohl die Logik nur den Schluss zulassen kann dass da niemand ist.
Wenn ich also sage, ich bin Atheist, dann bezieht sich das auf die Götter, die die Religionen so anbieten. Im Besonderen natürlich den Christengott, der für unsere Kultur so maßgeblich ist. Langes Bibelstudium hat mich erkennen lassen, dass es sich bei diesem Buch, eigentlich Bücher, um ein Menschenwerk handelt dass sich einen Gott irgendwie zusammenbastelt. Ich habe das mal geglaubt, was die Bibel anbietet. Vor allem die Geschichte mit Jesus als meinen persönlichen Erlöser. Der angeblich frei macht von Sünde und ein gottesfürchtiges Leben garantiert. Allerdings kann ich den Aussagen der Bibel nicht (mehr) trauen. Und so hatte es sich ja mit dem christlichen Glauben erledigt.
Und mit allen anderen auch. Da der jüdische Glaube ja der Vorläufer des christlichen ist und der Islam ebenfalls auf diesem basiert fallen diese automatisch raus. Abgesehen von den Naturreligionen, dem Buddhismus, dem Hinduismus und was sonst noch so kreucht und betet: Alles irgendwie nicht glaubwürdig. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Im Prinzip ist es nicht fair den Streit zwischen Evolution und Glauben so einseitig zu sehen. Damals hatte ich es halt mit Kreationisten oder I.D. lern zu tun. Es gibt, wie damals auch schon erkannt, natürlich auch Christen, die die Evolution als Fakt sehen und trotzdem glauben. Die katholische Kirche hat dies ebenfalls anerkannt. Und insofern wären Kreationisten normal nicht das Problem. Allerdings liegen diese gar nicht so falsch. Denn das Erlösungswerk Jesu basiert auf der Schuld des Adam, dass durch den neuen Adam Jesus aufgelöst wird. Und ohne die Schöpfungsgeschichte wäre dieses hinfällig. Was heißt: Christen, die an Schöpfung durch Evolution glauben, haben ein nicht unerhebliches theologisches Problem. Grundsätzlich spricht ja nichts gegen eine Schöpfung durch Evolution – aber nicht durch den Gott der Bibel.
Sicher, das ist nur ein Teilaspekt. Insgesamt ergab sich halt, dass ich das alles nicht mehr glauben konnte. Obwohl, wie ich festgestellt habe, durchaus eine religiöse Ader habe. Und ich gerne glauben würde, dass mein Leben eine göttliche Fügung war. Vor allem, weil es sich trotz aller Dramatik so gut entwickelt hat.
Durch meine nicht einfache Kindheit, geprägt durch Gewalt, Missbrauch usw., hatte ich allen Grund nach einem metaphysischen Halt zu suchen. Katholisch geprägt suchte ich den natürlich bei Jesus, Mutter Gottes und weiß ich wem an Heiligen. Wirklich Halt gefunden habe ich aber erst bei meiner Frau. Und dann erst, immer noch innerlich zerrissen, auch bei Jesus. Familie, die mir alles bedeutet. Zweifel an Gott. Und immer noch Sehnsucht nach übernatürlichen Halt.
Aber bevor ich als hoffnungsloser Romantiker verrufen werde: Nein, ich glaube einfach nicht. Weil ich es nicht kann. Und dabei bin ich auch kein Kirchenkritiker. Also, so Vollopposition. Ich verstehe sehr wohl dass der Glaube vielen Menschen einen festen Halt gibt. Was mich nur so auf den Senkel geht ist, dass man das so absolut setzt auf andere bezogen.
Tja, einfach ein paar Gedanken, die ich mir gemacht habe als ich diesen alten Text wieder gefunden hatte. Und weil es immer noch Menschen gibt die Atheisten böse angehen. Danke, mir geht es gut so wie es ist.
Mittwoch, 4. Januar 2012
Der dumme Wulff und die böse BILD
Das Jahr hat ja schon gut angefangen. Also so, wie das alte geendet ist. Regen, Regen und Regen. Dazu noch Sturm. Und schon sind wir bei unserem Bundespräsidenten.
Der steht ja schon seit geraumer Zeit im Regen. Und nun weht ihm auch ein strenger Wind ins Gesicht. Und das allein wegen purer Dummheit. Und das nicht einmal wegen dem Privatkredit von, naja, Freunden oder günstige Zinsen durch eine Bank. Ganz zu schweigen wegen seiner Urlaubreisen auf Freundeskosten. Nein, da mag auch alles irgendwie “normal” abgelaufen sein. Nicht transparent. Aber Wulff hat sich geäußert und erklärt – Schwamm drüber. So als Ministerpräsident aus schwierigen familiären Verhältnissen - da habe ich ja mit weitaus schwierigeren Verhältnissen, aus denen ich stamme, doch glatt Verständnis – klammert man sich ja an Erreichtes und so. Und immerhin ist er ja, wo das doch komischer Weise jetzt erst ans Tagesicht kam, nicht im Regen stehen gelassen worden.
Nun also, als Bundespräsident, hat er der “BILD” gedroht. Wegen Recherche. Was ja wundert, dass “BILD” so etwas überhaupt macht und nicht einfach so schreibt was ihnen in den Sinn kommt wie sonst auch. Aber gut. Nach seinen heutigen Erklärungen kann ich Wulff auch da verstehen. Irgendwann geht es über die Hutschnur. Und Medien gedroht hat sicher schon der ein oder andere Politiker. Auch in hohen Ämter. Aber, und da kommt Dummheit ins Spiel, niemand hat das dokumentiert. So wie Wulff mit dem Aufsprechen seiner Tiraden auf Bildchef Diekmanns Mailbox. So doof kann man doch nicht sein. Obwohl… naja, immerhin belegt es, dass der gute Christian wirklich aufgebracht war.
“BILD” jedenfalls hat die Sache gut platziert. Im Prinzip hat sie Wulff die Unterstützung schon früh entzogen. Und der bekommt jetzt die Geister, die er rief, zu spüren. Wer sich mit dem Teufel einlässt.
Ich persönlich würde mir den ganzen Mist gar nicht mehr antun und wäre schon längst zurückgetreten. Und genau dass will man anscheinend auch erreichen. Also, nicht dass ich, sondern Christian Wulff zurück tritt. Auf Christdemokraten wird sich ja gerne medial eingeschossen. Da Politiker nun mal auch Menschen sind, die Bockmist verzapfen, sollte man auch nicht heiliger tun als man ist. Solange keine Straftat vorliegt….
Im Prinzip ist der Bundespräsident und sein Amt schwer angeschossen. Ob es klug ist, dass weiter so zuzulassen oder ab man Konsequenzen zieht müssen die handelnden Personen mit sich abmachen. Aber eines sollte klar sein: Der Bundespräsident hat dumm gehandelt, er agierte mehr als Unglücklich – aber er hat anscheinend nicht gegen Gesetze verstoßen. Außer gegen ungeschriebene wie “CDU-Politiker müssen sich fertig machen lassen”. Oder so.
Kredit-Affäre: Wulff gesteht Fehler ein und bleibt im Amt | Politik | ZEIT ONLINE