Samstag, 31. Dezember 2016

Wave Goodby and say Hello

Und endlich geht dieses Jahr zu Ende. Das neue Jahr wird bestimmt besser. Wenn das mal keine Selbsttäuschung ist. Wunsch als Hoffnung.

2016 stand ja unter keinen guten Vorzeichen. Terror, Rechtspopulismus, Nationalismus - und eine große Zahl großer Namen, die sich von diesem Planeten verabschiedet haben. Was für mich aber wesentlich beeindruckender war: Die Depression, die sich wesentlich tiefer eingegraben hat. Immerhin: Autismus kann so weit ausgeschlossen werden. Ob das ein Lichtblick ist? Ich bin mir nicht so ganz sicher. Aber im Augenblick läuft es so halbwegs.

Anfang des Jahres war das nicht so. Und schon starb David Bowie. Einer meiner musikalischen Idole. Und viele weitere folgten. 2016 scheint ein schlechtes Jahr für die Popwelt zu sein - abgesehen von Film und Politik. Weiter verwunderlich ist das aber nicht. Die Helden unserer Jugend sind in der Regel 10 bis 20 Jahre oder mehr älter als unsereins. Und da ich Mitte 50 bin... Nein, wir werden 2017 noch wesentlich mehr der alten Heroen gehen sehen. Was erschreckender war: Menschen wie Roger Cicero, Prince oder George Michael, den es ironischer Weise am 1. Weihnachtstag dahingerafft hat, die in relativ Jungen Jahren sterben mussten. Ich  meine, Götz George, Alan Rickman oder gar Walter Scheel und Genscher hatten vom Alter her durchaus gehen dürfen. Aber Westerwelle, Pielhau oder viele andere? Sicher, da gab es Vorerkrankungen.

Nun gut. Man macht das mal gerne an Prominente fest - aber was 2016 an Terror, Krieg oder Katastrophen gestorben ist dringt nicht so ein. Zu groß die Menge, zu klein der Bekanntheitsgrad. Sicher, wenn der Terror in die Nachbarschaft schlägt; Nizza, Berlin; dann ist man betroffener. Aber irgendwie auch froh, dass es einen selbst nicht erwischt hat.

Gleichwohl: 2016 war auch ein Jahr der Umbrüche. Das Erstarken der rechten, nationalistischen Populisten kann schon Sorgen bereiten, insbesondere auch in den USA Trump Präsident geworden ist. Es scheint so, als bräche die Welt langsam auseinander. 2017 wird auch da noch Überraschungen bieten. Ebenso wie bei den hervorstechenden Ereignissen wie der Brexit, der Putsch in der Türkei oder der Krieg in Syrien. Das alles wird uns 2017 auch noch und wesentlich dramatischer beschäftigen.

Nein, das vergangene Jahr bleibt bei mir nicht in guter Erinnerung. Allerdings macht die Aussicht auf 2017 auch nicht viel Hoffnung. Ich glaube, die Welt wird sich dramatisch verändern. Und da versuche ich einfach mal, meine Menschlichkeit zu bewahren.

Allen Lesern eine ruhige Silvesternacht - und ein gesundes 2017.