Donnerstag, 1. Januar 2009

Verrutscht

Irgendwie wird ja der Wechsel in ein neues Jahr überbewertet, oder? In einem Eintrag hat ein Blog-Freund es so kommentiert: "Der Jahreswechsel ist im kosmischen Sinne eh nur eine mehr oder weniger willkürliche Einteilung der Relation Erde / Sonne." So oder ähnlich ist es wohl - und doch mehr.

Zeiteinteilung ist für dem Menschen wichtig geworden. Hilft ungemein bei der Orientierung. Und der Koordinierung des Miteinanders. Und so ein Jahreswechsel, wie jetzt der in unserem Kulturkreis, hat da auch sein gutes. Menschen können mit einem Jahr abschließen und Bilanz ziehen. Hoffung, dass es im neuen Jahr anders, im günstigen Fall besser, läuft, spornt an.

Heute ist zudem Weltfriedenstag. Unbeeindruckt davon ballern sich Hamas und Israel mehr als nur Sylvesterböller um die Ohren. Und auch 2009 werden Kriege, Attentate und Anschläge unzählige Menschenleben kosten. Unschön, aber Realität. Hoffnung auf Besserung ist nicht angebracht, aber breitet sich gerne aus. Weil der Mensch hoffen möchte.

Und allein die wirtschaftliche, finanzielle Zukunft... wie mag es da aussehen?! Nun, mir scheint, nicht ohne Grund kommen andere, beständigere Werte wie Familie, Freundschaft wieder. Die Menschen ziehen sich zurück auf das Private. Bestimmt. Die Zukunft scheint zu unsicher geworden zu sein. Ob man morgen noch einen Arbeitsplatz hat. Was wird aus meinem Erspartem? Und überhaupt...

Für meine Tochter ist die Ausicht, dass ihre Jugend dieses Jahr zu Ende geht, nicht so prickelt... Sie wird 13! Komische Welt. So hat jeder seine Hoffnungen und Ängste. Hoffen wir doch einfach, dass wir uns nicht verrutscht haben in diesem Jahr, sondern dass es das Tollste unseres Lebens wird.