Montag, 2. März 2009

Ich bin du, du bist sie, sie sind wir

Meteologisch haben wir seit Sonntag Frühling. Und irgendwie ist im März Frühlingserwachen. NRW bekommt einen neuen Verkehrsminister, z.B. Oder die Traifverhandlungen im Öffentlichen Dienst sind zu einem tragbaren Abschluss gekommen.

Aber es kommt auch die Integration in Schwung. Zumindest in Duisburg. In Marxloh hat ein türkisches Bürgerbüro eröffnet und eine Integrationsportal ist online: http://www.wir-sind-du.de/

In letzter Zeit ist auch in diesem sensiblen Bereich intensiv diskutiert worden. Viele Versäumnisse beiderseits sind aufgedeckt worden. Und irgendwie scheint die Karre "Integration" verfahren. Gerade im Bereich der türkischen Migranten. Wo auch noch eine fremde Religion dazu gehört. Und so viel im Verborgenen passiert.

Klar, in Hannover, Berlin, Mannheim und Köln gibt es ein türkisches Gymnasium - in denen kein Türkisch als Umgangssprache gesprochen werden darf. Sondern "nur" als Fremdsprache. Aber sonst? Ist die Förderung schon früh gestört. Und Chancen vertan.

Offenheit, Ehrlichkeit scheint ein guter Ansatz zu sein in einem Dialog. Denn: Deutschland wird immer Einwanderungsland sein. Und warum auch nicht - ein herzliches Willkommen. Aber was, wenn Menschen sich nicht integrieren wollen? Oder aber nicht mehr wollen? Und was erwarten diese menschen, wenn sie hierher kommen? Oder hier geboren sind, aber ihren kulturellem Hintergrund nie verlassen haben und dennoch Fremde in eigenen Land sind - zerissen zwischen den Kulturen?

Nein, sicherlich kein einfacher Weg.

Wir müssen und klar machen, was unser Wertesystem ist. damit auch klar ist, was uns das bedeutet. Warum und was wir von Integration erwarten. Was wir von den Migranten erwarten, erhoffen. Und diese sollten auch klar sagen,was sie erwarten. Warum sie hier leben wollen. Und so weiter. Und da kommt bestimmt vieles auf den Tisch, was schmerzhaft ist. Aber wenn klar ist, dass man sich nichts Böses will, lohnt sich das. Dann kannauch ein miteinander wachsen - und nicht ein nebeneinander. Früher oder später führt das zu Resistements, also Widerwillen. Und, wenn man einige Diskussionen verfolgt, ist das schon so weit.

Insofern ein lohnender Weg.

Auch wenn in Duisburg nicht alles gerade läuft so ist man sicherlich auf einen guten Weg, der beispielhaft sein kann. Sag ich mal so leichtsinnig.

Links:
http://www.privatgymnasiumdialog.de/
http://www.wir-sind-du.de/
http://www.dialogev.de/