Sonntag, 7. Juni 2009

Bleibt alles anders

Bei der heutigen Europawahl hat die Union ersten Prognosen zu Folge ca. 38 Prozent der Stimmen erreicht, die SPD 21 Prozent, FDP knapp 11 und Grüne etwa 12 Prozent. Die Linke würde mit 7 Prozent den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen.

Von einer Volkspartei SPD kann man so langsam nicht mehr sprechen - auch ohne Schröder-Malus, der vor 5 Jahren der Union sehr nutzte, kommt die alte Dame nicht mehr auf die Sprünge. Die Haltung bei Opel, Arcandor und Wirtschaftskrise scheint auch keinen Bonus zu bringen - verwunderlicher Weise steigt die Stimmenzahl für die FDP - und ein Ruck nach links hilft auch nicht weiter.

Sollte man, was allerdings nur begrenzt möglich ist, die Europawahl als Testwahl für die Bundestagswahl sehen, läuft wohl alles auf eine starke absolute Mehrheit von Schwarz-Gelb hinaus. Aber vielleicht wartet man auch den Trend der Kommunalwahlen ab, z.B. in NRW. Wie auch immer: Links als Massenbewegung scheint eher ins Stocken zu geraten - während eher “rechts” motivierte Parteien, wie in England oder Holland, Zulauf bekommen. Gerade, wenn sie klare Ansagen zum Islam und damit zur Zuwanderung vorwiegend türkischer Migranten findet. Hier wartet noch ein heißes Thema, dass auch die “Volks”parteien tangieren wird.
Nachtrag am 08.06.09: