Montag, 3. August 2009

Wasserkreislauf

In der Riege der Industrieländer steht Deutschland wasserverbrauchsmäßig eigentlich ganz gut da. Nicht mal eine Badewanne voll pro Einwohner pro Tag. Direktverbrauch. Dass bedeutet zusammen mit Belgien die Nummer eins im Wenig-Wasser-Verbrauch.

Glaubt man dem WWF dann verbraucht Deutschland 25 Wannen voll pro Einwohner pro Tag. Indirekt.

So braucht eine in Israel angebaute Orange oder Zitrone natürlich Wasser. Und dieses Wasser nimmt sie mit nach Deutschland (oder sonst wohin). Das gleiche gilt für Fleisch und Getreide. Und somit wird diesen Ländern Wasser quasi entzogen (klar, es kehrt in den Kreislauf zurück - aber nicht da, wo es weggenommen wurde…)

Die Auswirkungen für die betroffenen Länder sind angeblich verheerend, weil sich die Trockenheit in den Herkunftsgebieten weiter verschärft. Zu den Ländern, die die Deutschen durch ihren Konsum am stärksten schädigen, zählen Brasilien, Indien, Kenia, Spanien und die Türkei. Das Wasser, mit dem z.B. eine Pflanze getränkt wird, kann eben nicht mehr für etwas anderes verwendet werden, da es nicht unmittelbar in den Fluss oder ins Grundwasser zurückkehrt. Es ist damit in dem betroffenen Land aktuell nicht mehr nutzbar, so die Aussage.

Interessant, wie alles in Allem zusammen hängt - und ob es hilfreich ist, auch das zu wissen und ob es für das Problem, sofern es tatsächlich eines ist, eine Lösung gefunden werden kann. Oder ob die Ausbeutung unseres Planeten sich sowie so bald erledigt hat. Wäre doch schön, wenn es uns Menschen nicht mehr gibt. Wir scheinen ja en Krebsgeschwür der Erde zu sein. Ob es heilbar ist?
Artikel in Focus Online